Archiv der Kategorie: Hörspiele

Cassandra rennt wieder

Nun isses wieder soweit: Nürnbergs liebste Runnerin ist wieder unterwegs durch die Stadt der Zukunft.

„Cassandras Run 6 – Rauschgold“ ist online – und ich darf wieder als Stimme von „Sul“ dabei sein. Eine Neuigkeit gibt es auch: Diesmal wird komplett übers Netz gespielt. Für jede Entscheidung hat man 72 Stunden Zeit, dann wird der nächste Teil eingestellt.

Also fleissig reinklicken und Spaß haben!

Hörspiel: „Novel City“

Eine dunkle Stadt, ein Femme Fatale, ein hargesottener Detektiv …

„Novel City“ ist – fast – ein klassiches Noir-Hörspiel in der Tradition von „Jonas“, wenn da nicht der kleine, aber feine Dreh wäre, dass der Held der Geschichte (großartig gesprochen von Alexander Nym) eigentlich total verpeilt ist: Ein Playboy, der von der Detektiverei gar keine Ahnung hat.

Allen Hörspielfans sei die sehr schöne und stimmungsvolle Produktion wärmstens ans Herz gelegt (und das natürlich nicht nur, weil ich selber in einer kleinen Rolle vorkomme ;-). Mit Hund.)

Den kostenlosen Download gibt es hier

Viel Spaß beim Hören!

Eleos & PhoboZ: Hinter den Kulissen von „SCANES!S“

„Du musst es dreimal läuten lassen! Wenn Du vorher rangehst kappt das Telefon die Verbindung!“, spricht Stef und verschwindet hinterm Mischpult. Willkommen in der wundersamen Welt von Radio Z, wo im Studio Bier getrunken werden darf, kein einziger Kopfhörer wirklich funktioniert und es nebenan in der Redaktion knarrzt als würden zwei Leute heftig… egal.

Es ist Cassandra’s Run und wir sind alle in Hochstimmung. „Scanesis“ läuft heute abend und wie immer waren die guten Vorsätze („Diesmal werden wir eine Woche vorher mit Mischen fertig!“) Pipifax und die Spiel-CDs kommen noch ofenfrisch aus der Presse. Selbst von uns fünf wissen nur drei ungefähr, wie das Hörspiel diesmal klingt.

Nämlich: Saugut. Auf jedem erdenklichen Weg gibt es Highlights, vor allem Donn ist wiedermal ein Spaßgarant vom Feinsten. Wie auch immer sich die BrainZ entscheiden – es wird rocken!

Inzwischen ist 21.00 Uhr durch und der erste Track läuft. Gerade segnet Marla das zeitliche, als eine völlig aufgebrachte Cassandra ins Studio stürmt: „Mehr Zugriffe auf die Live-Streams als jemals in der Z-Geschichte!“ Super! „Nein! Zu viele! Alle Streams sind down!“ Shit. Und das ist erst der Anfang: Minuten später geben auch unsere beiden Pages cassandrasrun und norcontra den digitalen Löffel ab.  Was tun? Nix. Show must go on. Zumindest für die Hörer die uns empfangen. Und das sind eine ganze Menge!

Bei der ersten Entscheidung läuft das Telefon heiß – und auch die Mails fliessen reichlich. Der hochgelobte Mr. G hat schnell etwas gebastelt, was ich nicht verstehe, was aber hilft, dass doch noch n paar über Internet mithören können.

Und dann die nächste Hürde: Für die Möglichkeiten Pegnitzgrund und Marienbergpark steht es auf die Stimme genau 50:50. Was nun? Solln wir im Team abstimmen? Quatsch – dann könnten wir ja gleich einen Weg vorproduzieren. Zum Glück steht noch eine echte Hörerin im Studio und wendet das Blatt hin zu den Stadtnomaden.

Von da ab fallen die Entscheidungen eindeutiger aus: Verhandeln, Code geknackt, Sprengen. Nach 2 Stunden knallt dann der Sektkorken: Cass und Co. sind im Trockenen, trotz der Technikpannen war es ein guter Run, auch wenn ich persönlich das Requiem von Wolfgang und Sonja schon sehr vermisse und die Szene mit…. *hüstel*. Aber so ist es halt: Wenn jeder Weg es Wert ist gehört zu werden, dann ist es auch um jeden Schade, der nicht dran kommt.

Jetzt wird erst mal gefreut, mit dem Provider telefoniert, der unsere Pages auf dickere Server umgezogen hat und im Stillen allen gedankt, die das Abenteuer CassRun nun schon seit 8 Jahren miterleben und gestalten! Auf Wiederhören in der Zukunft!

P.S.: Es ist egal wie oft das Telefon klingelt. Nur das Licht darf nicht an sein, wenn man rangeht. So ist das beim einzig wahren Radio Z!

Cassandra trifft den letzten Detektiv

„Heute wird Radiogeschichte geschrieben“ behauptete unser erster Cassandra’s Run Promo reichlich großmäulig im Jahr 2000.

Was damals noch reine Angabe war, ist jetzt acht Jahre später Realität. Das Team von „Cassandra’s Run“ darf zumindest dabei sein, wenn wirklich Radiogeschichte geschrieben wird.

In Hamburg werden nämlich zur Zeit die finalen beiden Folgen jener legendären SF-Hörspielserie produziert, die wir alle in den 80ern verschlungen haben (und ohne die wir wohl auch nie CassRun produziert hätten): „Jonas oder der letzte Detektiv„).

Ein (vermutlich) letztes mal wird nun das Team um Autor Michael Koser und die Hauptsprecher Bodo Primus (Jonas) und Peer Augustinski (Computer Sam) zusammenkommen um die Abenteuer aus der Zukunft zu erzählen – produziert von der Hamburger Anwaltskanzlei Bahr, die bereits das Hörspiel „Das Canossa Virus“ mit Bodo Primus realisiert hat.

Ob man sich beim Bayerischen Rundfunk wohl in den Hintern beisst, dass die Legende nach Hamburg ziehen musste um ein würdiges Ende zu finden? Ob es ihnen ganz recht und BILLIG ist? Oder wurscht?

Für uns ist es jedenfalls genial – denn nur so ist es denkbar, dass das CassRun Team die Einladung bekam kleine Cameo-Rollen zu sprechen. Die werden sich wohl – wir haben natürlich das hochgeheime Skript nicht gesehen – auf etwas in der Größenordnung von „Mann #3“ belaufen, die gewöhnlich so unvergessliche Hörspielsätze wie „Halt! Stehenbleiben! Aargh!“ absondern. Aber wenn es um „Jonas“ geht fragt man nicht „Warum“ oder „Wieviel“ – man fragt: „Wann“ und „Wo“

Richtig glauben werd ichs wohl erst, wenn ich das fertige Werk dann hier hören werde – denn die letzten beiden Folgen werden (ganz Cassandra-Style!) kostenlos im Netz zu haben sein.

Darüber sollte man beim BR dann doch mal n bischen nachdenken.

Cassandra im Kasten: CR5-Besetzung

Nach vielen Vor- und Nachmittagen im Studio sind nun endlich alle Hauptsprecher für Cassandra’s Run 5 „Scanesis“ aufgenommen. Über den Inhalt wird hier natürlich nichts verraten, aber man kann sagen, dass es durch die Bank sehr angenehme Aufnahmen waren – wie immer mit einer gesunden Mischung aus Radiosprechern und Schauspielern.

Besonders freut es mich, dass meine beiden Hauptdarsteller aus dem Voodoo-Hörspiel Barbara und Andy nun auch ihren Weg in die Cassandra Saga gefunden und sich in ihren Rollen sehr wohl gefühlt haben.

Ein weiterer talentierter Neuzugang ist Marco Steeger, der nicht nur die Frauenherzen sondern auch die Pegelmesser höher schlagen lässt und gar nicht mehr aus dem Studio zu kriegen war, bis er noch 500 Nebenrollen zusätzlich eingesprochen hatte. Was dank seiner flexiblen Stimme auch sehr gut funktionierte.

Als sichere Bank und low maintenance person vom feinsten erwies sich erneut Hein Hart – der brachte sich sogar seinen eigenen Kaffé mit, um dann ordentlich als Donn vom Leder zu ziehen.

Natürlich werden auch bewährte CR-Residents wie Jule, Tommy oder Konni mit dabei sein – und dazu kommen noch ein paar handfeste Überraschungen sprachlicher und musikalischerseits.

Also freut euch schon auf den Dezember und das Wiederhören mit Cassandra & Co.

„Drei Töne reichen“ – Ein Nachmittag bei Dan Reeder

Um Musik für die Kneipenszene von „Ulun Ibahn“ zu bekommen besuche ich heute Dan Reeder. Ein bischen schüchtern bin ich schon, denn wie soll man jemanden der Texte wie „I got all the fuckin‘ work I need“ und „I don’t wanna talk to you!“ schreibt, bitten Musik für ein Hörspiel zu machen. Und dass auch noch umsonst.

Aber Dan stellt sich als super nett heraus. Er mag Hörspiele und fängt gleich an Musik zu machen. Er hat nur keinen Bock stressig angelabert zu werden – deshalb mag er Nürnberg, „weil alle hier so passiv sind.“ In seinem Atelier sieht es ähnlich ordentlich aus wie bei mir, nur dass hier statt Zeitungen und DVDs vor allem selbstgebastelte Instrumente rumliegen: Gitarren, Posaunen aus Pappmachée, Drums aus Farbeimern. Sogar sein Equipment ist – bis auf das Mikrofon – selbst gebastelt. Das Mischpult mit dem er seine erste CD gemixt hat ist eine Keksdose mit Vatikan-Motiv.

Seine CDs hat er übrigens selber nicht – denn da sie bei einem amerikanischen Verlag sind muss er sie selber importieren und Zoll zahlen…

Für mich spielt er auf einer selbstgebauten Gitarre, deren Mini-Korpus mit Leinwand bespannt ist, weil eigentlich ist er ja Maler. Sie hat nur drei Saiten, mehr braucht er nicht: „Bei E-Gitarre geht meine Stimme unter – bei Bass genauso.“ Deshalb setzt er auf einen reduzierten Sound, ohne Firlefanz: „Drei Noten reichen – zumindest für mich.“

dr-klein.jpg

Schade, dass Wolfgang nicht dabei ist, hätte mich mal interessiert die beiden zusammen spielen zu hören. Für Ulun Ibahn wird Dan jedenfalls im nächsten Monat etwas einjammen, was hoffentlich gut nach Kneipe klingt. Doch jetzt muss er erst mal eine andere wichtige Mission erledigen: Katzenstreu kaufen.

2xVoodoo

Yeah, wieder mal ein ereignissreicher Studiotag in der Voodoo-Produktion.

Am morgen liest ein Herr mit dem klangvollen Namen Leandro Marton-Karoly, der auch in der Lage ist auf Pferden zu jonglieren! – den Vater der Heldin ein und wird dabei auch gleich profesionell abgelichtet, damit wir endlich mal Produktions-Fotos haben.

Am Nachmittag sind meine zwei Hauptsprecher noch einmal zusammen. Und diesmal fliesst alles: Die Szenen kommen am Stück perfekt, der Lohn der Mühen der vielen Diskussionen und der ganzen Detailarbeit. Jetzt sind fast alle Texte im Kasten, das Ende ist absehbar. Und es klingt so gut!!

Chilly mit Paprika: Das CR-Schreibwochenende

Von aussen sieht dieses geniale Häuschen erst mal nicht nach „Dark Future“ aus. Aber in den letzten vier Tagen waren hier die 5 Laptops von hör-q-nst aufgebaut, für ein ebenso spaßiges, wie effektives langes Schreibwochenende. Neben dem Einverleiben eines Riesentopfes Chilly, diverser Spezialitäten („fränkisches Schnitzel“), hunderten von „South Park“-Folgen, diverser Filme (vom auch beim zweitenmal absolut inspirierenden „Paprika“ über den witzigen „Pick of Destiny“ bis hin zu „Goth (weder lustig, noch inspirierend).

Und folgendes bringen wir mit nach Hause: Ein praktisch fertiges Skript für CassRun 5, 30 Minuten Rohmix Ulun Ibahn, ein Rohmix für den 2. Dreiminüter, ein Konzept für ein zweites Livestück, sowie eine Reihe weiterer kleiner Überraschungen.

Also, freut euch drauf!

Cassandras Run 5: Schreibwinter

Es ist mal wieder soweit: Die Fünf Hörspiel-Helden von Cassandras‘ Run ziehen sich ein paar Tage zurück um an dem hier weiterzuarbeiten. Beim letzten mal haben wir ja bereits ein halbes Skript geworfen und hoffen diesmal die andere Hälfte dazuzustellen. Und falls noch etwas Zeit bleibt, werd ich nebenher noch die erste Demo-Schnitt-Version von „Ulun Ibahn“ fertig machen.

Um auch wirklich ungestört zu sein haben wir eine einsame Blockhütte, mitten in einem tiefen, dunklen Wald gemietet. Die Einwohner des naheglegenen Dorfes behaupten, dort drinnen würde es spuken. Aber das ist natürlich Unsinn. Die Alte Dame am Telefon klang jedenfalls sehr nett, wenn auch etwas erkältet. Sie sagte es wird Kuchen geben.

Also denn, bis demnächst!