Kino: „Der Unsichtbare“

Cecilia (Elisabeth Moss) packt ihre Koffer: Ihr Freund Adrian Griffin (Oliver Jackson-Cohen) ist zwar reich und brilliant – aber auch narzistisch und kontrollsüchtig. Aber der Abbruch der Beziehung hat fatale Folgen: Zwei Wochen später erfährt Cecilia, dass Adrian sich umgebracht hat. Doch trotzdem spürt sie seine Präsenz allenthalben. Ist sie paranoid? Oder hat der geniale Ingenieur seinen Tod nur vorgetäuscht und folgt ihr tatsächlich? Immerhin bastelte er im Keller seiner Villa an seltsamen optischen Geräten…

Der Unsichtbare gehört, wie die der Wolfsmann oder der Schrecken vom Amazonas, zu den klassischen Horror-Figuren an denen das Universal-Studio seit vielen Jahren die Rechte hat – und mit denen es selten etwas sinnvolles anfangen konnte.

„Der Unsichtbare“ von Leigh Whannell, Stammautor der Reihen „Saw“ und „Insidious“, macht da keine Ausnahme.

Zwar schreibt Whannell ein ordentliches Psychodrama mit liebenswerten Charakteren und einigen guten Dialogen – vergeigt aber alles in den grob gestrickten Horror-Szenen.

Denn ganz abgesehen davon, dass ein Unsichtbarer im Zeitalter von Wärmebild-Kameras und Sonar-Geräten nicht wirklich gefährlich ist, ist er auch nicht sehr filmisch: Viel zu oft starren wir zu gruseligem Soundtrack auf leere Räume, bis wir vom nächsten Krach erschreckt werden oder schauen den Darstellern dabei zu, wie sie mit Luft kämpfen. Was immerhin ab und zu unfreiwillig komisch ist. Vermutlich hätte dem 2-Stunden-Epos auch eine ordentliche Kürzung nicht geschadet. Fazit: Den Unsichtbaren muss man nicht sehen.

WERTUNG: 4

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