Kino: „Human Nature“

Den Code des Lebens neu schreiben: Die Dokumentation „Human Nature“ wirft einen umfassenden Blick auf die „CRISPR“-Methode mit der Genmaterial verändert werden kann.

Supersoldaten ohne Schmerzempfinden, Designer-Babys nach Wunsch, wiederbelebte Mammuts – oder einfach nur ein Leben ohne AIDS, Krebs und ähnliches. Was bis vor kurzem noch Science Fiction war ist heute fast schon Realität.

Seit etwa fünf Jahren experimentieren Forscher weltweit mit der „CRISPR“-Methode, die einen Zugriff auf das Genmaterial von Lebewesen in bisher unbekannter Präzision ermöglicht. Ein Wettlauf hat begonnen zwischen dem technisch machbaren und dem moralisch gewünschten. Bei dem vermutlich mal wieder die Technik siegt: Während man in Europa und USA noch diskutiert präsentiert China schon die ersten gentechnisch veränderten Babies…

Der Dokumentarfilmer Adam Bolt, Experte für komplexe Themen, schafft dazu mit „Human Nature“ einen sachlichen und ausgewogenen Film. Er erklärt die genetischen Grundlagen anschaulich und lässt zu den ethischen Fragen eine hochkarätige Auswahl an Fachleuten zu Wort kommen: Während manche es gar nicht erwarten können richtig loszulegen, träumen andere nachts von Hitler.

Der Film bietet eine gute Diskussionsgrundlage zum Thema, vermittelt aber bei aller Sachlichkeit auch ein beunruhigendes Gefühl: Denn Aktuell können selbst die Experten nur raten, was in der Büchse, die sie gerade öffnen, wirklich drin ist: Hoffnung oder Grauen.

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