Gelesen: „Origin“ von Dan Brown

„Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ – das Computergenie Edmond Kirsch behauptet diese uralten Menschheitsfragen gelöst zu haben. Sein Ergebnis will er geladenen Gästen bei einer Präsentation im Museum für Moderne Kunst im spanischen Bilbao präsentieren. Doch da Kirsch ein bekannter Atheist ist, macht sich auch ein Killer mit religiösen Motiven auf den Weg ins Museum…

„Origin“ gehört, wie auch der „Da Vinci Code“ zu den Büchern um den Symbolforscher Robert Langdon und war für mich der erste Roman von Dan Brown, den ich gelesen habe. Nicht jeder Bestseller ist ja auch ein gutes Buch (und nicht jedes gute Buch ein Bestseller) – aber nach den 600 Seiten des Schmökers kann ich sagen: Es hat einen Grund, warum Millionen Menschen Browns Thriller lieben.

„Origin“ ist schnörkellos spannend, absolut kurzweilig und man ist hinterher sogar ein bischen schlauer. Dabei wirkt die Tour durch spektakuläre Orte der spanischen Kultur nie gekünstelt, sondern all die Kunst- und Bauwerke sind absolut logisch in die Handlung eingebaut. Hier greift tatsächlich ein Rädchen ins andere und die Story hat keine einzige überflüssige Person oder Szene.

Die Sprache ist klar und einfach (mit normalem Schul-Englisch ist das Original gut zu verstehen. Ich musste kaum ein Wort nachschalgen und hatte schon nach wenigen Seiten vergessen, dass die Sprache nicht Deutsch ist), sie drängt sich nie in den Vordergrund, sondern dient immer dazu die Leser direkt in die Situation mitzunehmen: Ob auf der atemlosen Flucht durch die Ruinen-Bars von Budapest, der Fahrt mit dem Tesla durch Barcelona oder den Abstieg in Francos „Valley of the Fallen“ – immer ist man wie live dabei.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Hauptperson Robert Langdon recht blass ist: Eine Mary Sue mit perfekten Gedächtnis, die außer einer (für die Handlung völlig unwichtigen) Klaustrophobie keine besonderen Merkmale hat. (Da dies aber schon der 5. Langdon-Roman ist kann das auch damit zuammenhängen, dass Fans den Herrn aus den Vorgängern schon besser kennen.) Dass Brown durchaus stimmige Charaktere erstellt zeigen die vielen Nebenfiguren, die oft in wenigen Sätzen sehr plastisch und menschlich werden.

Insgesamt ein Buch dem man anmerkt, dass der Autor vier Jahre dafür recherchiert hat. Ein perfekter Thriller, bei dem einfach alles stimmt! Und der einen dazu verleitet sofort nach Spanien zu reisen, um all die interessanten Orte selbst kennen zu lernen.

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