Gesehen: „Barry Seal – Only in America“

„Barry Seal – Only in America“ – Wer denkt sich eigentlich diese sperrigen ‚deutschen‘ Titel aus. Zum Glück ist der Film, der in echt schlicht „American Made“ heißt, weit cooler.

Zu Beginn arbeitet Barry Seal (Tom Cruise) als Pilot bei einer amerikanischen Linienfluggesellschaft, der sich sein Gehalt nebenbei mit dem Schmuggel von kubanischen Zigarren aufbessert. Doch eines Tages tritt das CIA, in der Person von Agent Monty Schafer (Domhnall Gleeson) an ihn heran. Er will den waghalsigen, aber etwas naiven Piloten für eine besondere Mission gewinnen: Mit einem neuartigen Flugzeug Aufklärungsfotos von Soldatencamps in Südamerika zu schießen. Barry sagt zu, obwohl er diese neue Tätigkeit natürlich vor seiner Frau (Sarah Wright Olsen) geheim halten muss. Doch sein Ruf verbreitet sich trotzdem: Bald sprechen kolumbianische Drogenhändler ihn an, ob er für sie nicht auch noch ein paar Pakete mitnehmen könnte. Und das ist erst der Anfang…

Die Geschichte von „Barry Seal – Only in America“ ist so übertrieben und vollgepackt mit Verwicklungen, dass Drehbuchautoren sich dafür schämen müssten. Wenn sie nicht wahr wäre. In den 80ern flog Barry Seal tatsächlich für die unterschiedlichsten Auftraggeber zwischen Nord- und Südamerika hin und her. Tom Cruise und sein Regisseur Doug Liam (die schon bei „Edge of tomorrow“ erfolgreich zusammenarbeiteten) machten aus dieser Biografie eine überraschend leichtfüssige Geschichtsstunde, bei der man viel über die politischen Verwicklungen Amerikas Anfang der 80er erfährt, ohne das Spaß und Action zu kurz kommen. Mit seiner kreativen Montage, der Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm, sowie einer auf Retro getrimmten Optik liegt „Barry Seal“ näher an „Wolf of Wallstreet“ als an „Mission Impossible“. Der Scorcese-Film, den Scorcese nicht machte! Dabei hält der Film stets die Balance zwischen Humor und dem Gefühl einer latenten Bedrohung. Und Tom Cruise gibt als Barry eine der besten Vorstellungen seiner Karriere. Sehr sehenswert.

WERTUNG: 1

 

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