Gesehen: „Murggs – a frängischer Grimi“

Im Jahr 2013 war noch gar nicht klar, ob es jemals einen „Tatort“ aus Franken geben wird. „Warum auf die ARD warten? Machen wir doch selber einen!“, dachte Oliver Tissot und lud eine bunte Riege von Comedians, Kabarettisten und Veitshöcheimer-Faschingshelden ein und produzierte: Murggs – einen größenteils frei improvisierten fränkischen Krimi.

In einem fränkischen Provinzkaff, dessen Name nicht genannt wird, langweilt sich die die Lokalredaktion – welche dann auch gleich selbst eine Schlagzeile erfindet: Millionärin verschwunden. Polizist Murggs (Oliver Tissot) soll den Fall aufklären und zwar rechtzeitig vor dem Besuch des Innenministers in ein paar Tagen.

Für einen Film ohne Skript ist „Murggs“ überraschend logisch und erzählt eine Geschichte mit Anfang und Ende – die freilich vor allem ein Aufhänger ist für das Schaulaufen der prominenten Spaß-Stars.

Die Qualität der Auftritte reicht dabei von saulustig (Lizzy Aumeier erklärt einem anderen Oberpfälzer den Weg) über absurd (eine Bürgerinitiative gegen Murggs protestiert – weltabgeschieden im Pegnitzgrund) bis hin zu eher zäh (Tänzchen und Gesang in der Pathologie).

Wie gut man diesen Film findet, liegt vor allem daran, ob man die Teilnehmer und die Locations erkennt und mag. Schade fand ich aber, dass es keinen Abspann gibt, bei dem alle Beteiligten noch mal mit Bild vorgestellt werden – schließlich sind sie ja der Hauptankerpunkt des Streifens und nicht jeder kennt ja alle.

Wer Samstag nachmittag lachen will und „Piratensender Powerplay“ schon auswendig kann, hat hier eine gute Alternative!

WERTUNG: 3

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