Gelesen: „Herbstblond“ von Thomas Gottschalk

98% der Deutschen kennen mich – da frage ich mich schon, was ich bei den verbleibenden 2% falsch gemacht habe“, schreibt Thomas Gottschalk (sinngemäß) in seiner Autobiografie „Herbstblond“.

Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen, auch wenn ich Gottschalk als ich Mitte der 90er aufhörte Fernseh zu gucken völlig aus den Augen verloren habe. Seine Anfangszeit im Radio (die Sendeübergaben zu Günther Jauch!) und die frühen Wetten-Dass-Shows mit seinen verrückten Outfits und lockeren Sprüchen finde ich noch immer Kult.

Herbstblond“ ist ein sympathisch erzähltes Buch, das Gottschalk ohne Ghostwriter geschrieben hat, was ich dem sprachgewandten „Spontankünstler“ und Conferencier auch gerne glaube.

Das Buch besteht aus zwei Teilen, im ersten geht es recht flott von Gottschalks Kindheit in Kulmbach durch seine Rundfunk und TV-Karriere bis in die Zeit nach „Wetten Dass…“. Spannender als diese lustige, aber etwas sprunghaft-hurtige Auflistung ist der zweite Teil, in dem sich der selbsternannte „Dampfplauderer“ überraschend ernsthaft davon erzählt wie unterschiedlich das Leben in Deutschland und Amerika ist, was es für die Seele bedeutet reich zu sein und wie er als gläubiger Katholik in der heutigen Zeit zurechtkommt. Auch uns Presseleuten schreibt er ein paar erhellende Zeilen, dass unser Streben nach ‚Objektivität‘ manchmal ganz schön subjektiv ist.

Insgesamt stellt sich Gottschalk so dar, wie man ihn auch aus seinen Shows kennt: Ein freundliches Glückskind, dem das Glück seines Publikums wirklich am Herzen liegt.

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