P42 – 40: Fazit

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Neumond.
Der letzte im Zweiundvierzig-Jahr.
Zeit des Abschiednehmens.

Es war ein spannendes, ein erstaunliches Jahr und ich bin froh und glücklich, dieses Projekt durchgezogen zu haben.

Manche Momente fand ich sehr spannend, weil sie weder mit selektiver Wahrnehmung noch mit Wahrscheinlichkeit zu erklären sind (die Kreuzsteinstraße! Der Anfang mit dem Hüter des Lichts! Wie funktioniert so was? Das verstehe ich bis heute nicht.

Was mir aber klar wurde ist, dass das Gehirn ein träges Kerlchen ist, dass gern die gewohnten Wege geht – und dass es deshalb umso spannender ist, es mal auf neue Pfade zu schicken.

Für mich waren es vor allem die vier Monate in München, die mir viel neues gezeigt haben.
Hörbücher für Blinde zu produzieren war eine ganz andere Erfahrung als der (auch nicht gerade eintönige) Journalisten-Alltag in Nürnberg.

Aber auch die Zen-Wochen mit ihrer Sicht nach innen waren großartig. Im Rückblick ist mir vor allem die Magenwoche sehr gut in Erinnerung: In der habe ich den Morgenkaffee durch Tee ersetzt! Eine sehr gute Entscheidung, die mir sehr gut getan hat. Ähnlich wie der Verzicht auf Schweinefleisch! Das hätte ich schon früher machen sollen!

Diese ganz praktischen Dinge werden mich wohl noch lange weiter begleiten. Dazu die Erfahrung, dass es immer gut und bereichernd war, die automatisierten Wege zu verlassen und neues auszuprobieren.

Doch eines hat das Projekt jedoch meiner Ansicht nach nicht hervorgebracht:
Eine große, allumfassende universelle Wahrheit.

Im Gegenteil. Es zeigte sich immer mehr, dass die Sicht der Welt ganz individuell ist.

Die Welt folgt zwar gewissen Mustern – aber welchen Sinn man daraus zieht bleibt jedem einzelnen überlassen.

Das schöne daran ist: Jeder ist total frei bei der Wahl seines individuellen Sinns.
Wenn man das wählt, was man ohnehin liebt, liegt man garantiert richtig!

Rilke hat das einmal sehr majestätisch formuliert

„Der Mann, der, nach vielem Nachdenken wusste
„Alles ist Gott“
war ebenso gerettet und erlöst;
wie der es ist, der schließlich sagte:
„Alles ist 42“.

Rainer Maria Rilke, Vortrag über Auguste Rodin

Okay, ich geb’s zu: Bei der letzten Zeile habe ich geschummelt.

Aber ein „Projekt 42“ sollte auch wirklich nicht mit Rilke enden!

Es sollte mit dem Vater der 42, dem Autor des „Anhalters durch die Galaxis“ enden.

Es endet mit…

> Douglas Adams im Himmel

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