P42 – 34: Ein Modell des Konflux (mit See).

Wahrheit ist begrenzt.
Nicht nur durch Standpunkt und Zeitpunkt, sondern – und wahrscheinlich sogar in größerem Maße – durch die Warhnehmung des Individuums.

Stellen wir uns folgendes vor:
Einen kleinen Auschnitt des Konflux mit See, Baum und Straße.
Darin ein Betrachter (x).
Je nach dem wer der Betrachter ist, wird er hier etwas völlig anderes sehen.

Ein Urlauber mag hier eine Idylle sehen, ein Triathlet eine Herausforderung, ein Landschaftsgärtner einen guten Ausgangspunkt usw… wie diese Betrachter den Anblick interpretieren, was ihre Warheit wird entscheidet sich innerhalb der Grenzen ihrer Gehrine.
Das Problem mit dem Konflux – beziehungsweise der Punkt an dem sich für mich am leichtesten das Gefühl der Sinnlosigkeit einschleicht – ist dass der Konflux selten so klar sortiert ist. Statt See, Baum und Straße ist er ständig voll mit Zeug. Big Data. Real Big. Dagegen sind die 1230 cm³ des menschlichen Gehirns verschwindend klein. Und selbst wenn man großzügig ist und dem Individuum die 5,8 Millionen Kilometer Nervenbahnen zugesteht, die Wikipedia als 145-fachen Erdumfang ausrechnet, bleibt es gegenüber dem potentiell unendlichen Weiten des Konflux immer noch ziemlich popelig. Es ist schlicht unmöglich, alle Daten des Konflux aufzunehmen, da für alles was wir sehen immer auch etwas außerhalb unserer Wahrnehmung bleibt.

Wie können wir es dennoch schaffen, dem Geheimnis des Konflux auf die Schliche zu kommen?
Wie können wir die unsichtbaren Strukturen erkennen, welche die Welt um uns herum bestimmen?

Nach meiner Ansicht kann das auf dreierlei Arten geschehen:
a) Den Konflux direkt fragen: „Wie funktionierst Du?“
Das wird klassisch im Experiment gemacht.
Ich habe das in Projekt 42 mit der Spurensuche am Anfang gemacht oder zuletzt mit den „Infinite Monkey Wort“-Experimenten (erinnert mich daran es in einem der nächsten Einträge aufzulösen).
Das erwies sich als zweitaufwendige und in den Ergebnissen recht unkalkulierbare Methode, die aber auch sau viel Spaß machen kann.

b) Den eigenen Standpunkt verändern.
Das habe ich durch die Zen Wochen versucht, aber auch ganz praktisch dadurch, vier Monate in einer anderen Stadt gearbeitet und zum Teil gelebt zu haben. Das war sehr aufschlussreich und fühlte sich gut an – ist aber freilch auch begrenzt, da ich leider nicht vier Monate an jedem Ort des Konlux leben kann.

c) Blickwinkel anderer Individuuen kennenlernen
Im Grunde erst mal einfacher als das selber ausprobieren und mitunter sehr erhellend. Dauert aber auch seine Zeit, da dazu viele Bücher zu lesen oder Gespräche zu führen sind, hier wirklich einen Überblick zu bekommen, übersteigt erneut die Kapazität eines Individuums.

Zum Glück lebe ich aber in einer Zeit, in der es gar nicht nötig ist, die Arbeit von Punkt c) mühselig alleine zu machen. Zum Glück gibt es ja mindestens eine Firma, die seit über einem Jahrzehnt professionell alle Fragen der Menschheit sammelt und vermutlich auch gründlich auswertet. Wenn irgendjemand irgendetwas über die Struktur des Konflux weiss dann die.

Ich werde also als nächstes das tun, was jeder moderne Mensch vermutlich gleich als erstes gemacht hätte. Nur will ich es direkter machen.

Ich frag Google.

> Fast 43

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