P42 – 29: Unruhe im Werkzeugkasten

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„Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist
werden alle Probleme wie Nägel aussehen.“
(Mitchell Hundred, Bürgermeister von New York 2001-2006)

Ein großes Problem in der Auseinandersetzung mit den großen Geheimnissen des Universums ist, dass die Werkzeuge dafür ziemlich ungeeignet sind. Denn die Werkzeuge des Denkens sind die Begriffe – und die sind, sobald es um die großen Fragen geht entweder mit viel Balast beladen („Gott“, „Schicksal“), schleppen andere Theorien mit ganz eigenen Rätseln mit sich („Synchronizität“), oder sind schlicht lang und umständlich („Das Leben, das Universum und der ganze Rest“).

Deshalb wird es Zeit, erst mal für etwas Übersicht im Werkzeugkasten zu sorgen und Begriffe zu definieren, die erst mal nur für mich gelten. Danach können wir uns an die Feinmechanik machen.

1 Konflux
(ersetzt Begriffe wie ‚Schöpfung‘, ‚Plan‘, ‚Universum‘ etc.)
Unter Konflux verstehe ich die Gesamtheit aller Phänomene, welche meine Sinne erfassen.
1.1 Inhalt des Konflux
Der Konflux enthält sowohl materielle Elemente (Dinge, Tiere, Menschen), als auch Kräfte (Magnetismus, Elektrizität, Chi) als auch Ideen (Meme, Konzepte, Fantasien).
1.2 Struktur des Konflux
Der Konflux hat eine Struktur, die entschlüsselt werden kann, die aber nicht offensichtlich ist, was an der Vielzahl der in ihm enthaltenen Phänomene und deren Verbindungen untereinander liegt.
1.3 Existenzbedingungen des Konflux
Ich gehe davon aus, dass der Konflux auch unabhängig von mir existiert.
Sollte das nicht der Fall sein und der Konflux in Teilen oder ganzem – erst entsehen, wenn ich ihn wahrnehme, so ist das ehrlich gesagt sein Problem. Und nicht meines.

2 Konfluenz
(ersetzt Begriffe wie ‚Zufall‘, ‚Glück‘, ‚Pech‘, ‚Schicksal‘, ‚Vorseheung‘, etc.)
Unter Konfluenz verstehe ich den Moment in dem mir die Verbindung mit dem Konflux bewusst wird.
2.1 Formen der Konfluenz:
Konfluenz tritt auf bei Wahrnehmungen, die
– relativ unwahrscheinlich sind (früher: ‚So ein Zufall!‘)
– nicht direkt erschließbaren Kausalitäten folgen (früher: ‚Ein Wunder!‘ oder ‚Hä??‘) oder
– die allgemein eine starke emotionale Reaktion auslöen („So ein Glück!“).
2.2 Wie Konfluenz erzeugt werden kann
(Dazu werde ich in den nächsten Kapiteln noch Experimente machen)

3 x
Im Zentrum des Konflux steht eine ordnende Macht x.
(erstetzt Begriffe wie ‚Gott‘, ‚Weltingenieur‘ oder ‚Angeber‘)
3.1 Eigenschaften von x
x ist nicht der Schöpfer des Konflux und (vermutlich) auch nicht dessen Lenker.
x ist weder unsterblich noch unverwundbar.
x wertet und sortiert alle Elemente des Konflux und weist ihnen ihre Bedeutung zu.
x ist somit der Gestalter des Konflux.
3.2 Der Name von x
…. soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Nur so viel: Es ist ein Songtitel von Sting.

> Ininite Monkey Redux

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