Kino: „Afrika – das magische Königreich“

Aus den lichtlosen Tiefen der Ozeane über endlose Sandwüsten bis hinauf auf Berggipfel in denen Sommer und Winter jeweils nur einen Tag dauern – quer durch ein Land in Affen, Elefanten und Löwen leben. „Afrika – Das magische Königreich“ heißt die neue Dokumentation von Patrick Morris und Neil Nightingale. Und tatsächlich zeigen uns die Naturexperten der BBC hier so einiges, das selbst in unserer bildgesättigten Zeit noch staunen macht. Etwa wenn die 3D-Kamera einem Millionenheer von Ameisen folgt, das Beute jagt die tausendmal größer ist als sie oder sie in Zeitlupe durch denn Kamm einer Welle blickt.

Ganz, ganz nah blicken wir in die Facettenaugen von Insekten, auf die Schuppen winziger Fische – oder in den Rachen von Krokodilen. Denn auch diese Doku kommt nicht ohne die Spannung der Jagd und das Fressen-und-gefressen-werden aus, gleicht das aber immer wieder aus durch Momente, die zeigen wie viel Lebensfreude und Harmonie in der Natur steckt. Etwa wenn junge Gorillas durch den Urwald turnen oder ein Heer von frisch rosa gefärbten Flamingos zum rießigen Balztanz lädt.

Dazu gibt es einen Text, der zwar stets die nötigen Fakten vermittelt, sich aber auch immer wieder in schwelgerische Hymnen auf die Schönheit der Natur steigert. Sprecherlegende Christian Brückner (die deutsche Synchronstimme von Robert de Niro) trifft auch hier stets den richtigen Ton zwischen Begeisterung und Sachlichkeit. Das die Tiere dagegen teilweise mit „lustigen“ Sound-Effekts versehen wurden wirkt etwas merkwürdig und unnatürlich. Auch die Idee der Filmemacher, hier eine „Geschichte des Wassers“ drehen zu wollen wird nicht wirklich ersichtlich.

Über 500 Tage drehten die Dokumentarfilmer mit neuester Technik an ihr Mammut-Werk, darunter auch an lebensgefährlichen Orten wie giftigen Schwefelseen, innerhalb eines 1000-Grad heißen Vulkans oder auf der Schlucht oberhalb der Victoria-Fälle. Herausgekommen ist ein nsehenswerter Film für große und kleine Naturfreunde, der nie mit dem „moralischen Zeigefinger“ auf die Umweltsünden der Menschen deutet – sondern stattdessen in den sympathischen Auf mündet, die Schönheit der Umwelt auch vor der eigenen Haustür zu entdecken.

WERTUNG: 2

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