Projekt 42 – Der Sinn des Lebens (4)

<= Schritt 3

Wer sich ein Jahr lang mit dem „Sinn des Lebens“ beschäftigt, sollte zumindest einmal auch auf die Sinnlosigkeit zu sprechen kommen. Das mach ich jetzt (wem das zu traurig ist, der kann nach unten scrollen und sehen, ob die Schnitzeljagd weiter geht)

Schritt 4 – Zweifel

Ich mein, sehen wir das doch mal realistisch: Wie wahrscheinlich ist eigentlich, dass es einen „Sinn“ für das Leben, das Universum und den ganzen Rest wirklich gibt?
Und wenn ja, wie groß stehen die Chancen, dass wir Menschen ihn wirklich entdecken können?
Und wenn ja, wie groß stehen die Chancen, dass es ausgerechnet mir mit meiner seltsamen Methode der kosmischen Schnitzeljagd gelingt?
Vielleicht bin ich aber auch nur belämmert, weil mir nach den zwei klaren Hinweisen der ersten Schritte mit der Steinbotschaft so ein schweres Rätsel aufgedrückt wurde, das ich auch nach drei Wochen nicht zufriedenstellend lösen konnte. Vielleicht ist es aber auch diese Midlife-Crisis, von der man immer hört.

Jedenfalls saß ich letzten Mittwoch recht gefrustet rum und kritzelte Passagen der Steinbotschaft auf ein Blatt Papier „1688 1801“ bzw. „T66 8 …“ und ärgerte mich, dass der Sinn nicht einfach so vorbeispaziert kommt. Sollte das am Ende etwa sogar kompliziert werden?

Was mir nicht gefällt ist dieses „Interpretieren“. Sobald man anfängt „Kelch“ mit „Gral“ oder „Schere“ mit „Tod“ zu ersetzen ist der reinen Willkür Tür und Tor geöffnet. Da wird der Sinn künstlich konstruiert, nicht gefunden!

Und ist es nicht das, was wir Menschen tun? Bauen wir nicht ständig die vielfältigsten „Sinn-Gebäude“ – Mauern aus Kunst, Wissenschaft, Religion, Alltag – um uns vor der Sinnlosigkeit zu schützen, die von überall heranweht wie ein kalter Hauch? Wäre es angesichts eines sinnlosen, möglicherweise sogar feindseeligen Universums nicht am sinnvollsten nur rumzusitzen und zu jammern?

Während ich diesen trüben Gedanken nachhing blickte ich wieder auf das Papier … und siehe da: Die Lösung des Steinrätsels! Ich hatte sie die ganze Zeit vor Augen gehabt: T 66 8 1801. Das ist doch ganz klar und eindeutig: Eine Telefonnummer!!  Damit ist der nächste Schritt klar! Natürlich habe ich die Nummer sofort recherchiert und das Internet – die alte Petze – lieferte mir auch eine Adresse. Aber davon beim nächsten mal mehr.

Für heute nehme ich eine erste kleine Lektion aus dem 42-Jahr mit: Selbst wenn am Ende kein Super-Sinn steht, so ist das ganze doch sehr nützlich: Als eine Übung in Vertrauen. Für die Dauer des Projektes 42 will ich versuchen ganz meiner Intuition zu vertrauen. Ich will davon ausgehen, dass meine Methode richtig ist, dass meine Ressourcen ausreichen um alle Rätsel die sich stellen zu lösen. Vielleicht nicht absolut und für alle gültig, aber jetzt und für mich. Ich will glauben, dass das Universum antworten wird – wenn ich nur nicht aufhöre zu fragen.

> 5

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu „Projekt 42 – Der Sinn des Lebens (4)

  1. und wie ich Dir die Daumen drücke – mindestens 2520 Sekunden lang – pro Tag, das du die Antwort findest

    Dem Hinweis eines Hüters des Lichts, sollte man auf keinen Fall „Leichtgläubig“ ignorieren…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s