Kino: „Ein Augenblick Liebe“

Ein Mann, zwei Frauen, jede Menge Überraschungen: Der sommerleichte französische Film „Ein Augenblick Liebe“ bringt Francois Cluzet mit Sophie Marceau zusammen – oder auch nicht.

„Zufall“, soll Albert Schweizer gesagt haben, „ist das Pseudonym, dass der liebe Gott wählt, wenn er anonym bleiben will.“ Eben dieser Zufall ist es der die erfolgreiche Roman-Autorin Elsa Santorini (Sophie Marceau) und den Juristen Pierre (Francois Cluzet) zusammenbringt. Sofort funkt es zwischen den beiden, als sie sich mitten auf der Premiere ihres neuesten Buches auf die Suche nach Gras machen. Aber Pierre ist seit 15 Jahren mit Anna verheiratet, liebt seine Frau und seine beiden Kinder. Elsa, die selbst drei Kinder hat und weiß wie es ist, wenn eine Beziehung kaputt geht, würde nie eine andere Ehe kaputt machen. Aber dann treffen sich die beiden zufällig wieder. Und wieder. Und wieder. Je mehr Elsa und Pierre sich der Versuchung entziehen wollen, desto magischer scheint ihre Anziehungskraft…

Wäre das ein deutscher Film, so hätten wir vermutlich ein bleiernes Drama zwischen unerfülltem Verlangen auf der einen und grausamer Untreue auf der anderen Seite zu erwarten. Doch „Ein Augenblick Liebe“ ist geradezu das Musterbeispiel einer franzöischen Romantik-Kommödie: Wunderbar fotografiert, temporeich inszeniert, charmant, leicht, sexy – und doch mit einer feinen Brise Nachdenklichkeit und Melancholie als Würze.

Drehbuchautorin und Regisseurin Lisa Azuelos – die mit Marceau schon bei „LOL“ zusammenarbeitete – schafft es immer wieder die Zuschauer zu überraschen und mit den Erwartungen zu spielen. Dass die Regisseurin selbst die Rolle von Pierres Ehefrau Anna übernahm ist dabei mehr als nur ein Gag: „So waren die beiden nie allen. Ich war stets gegenwärtig – nicht nur als Regisseurin sondern auch als Schatten von Pierres Frau…“

Das alles wäre natürlich nichts ohne die beiden Hauptdarsteller: Wer Francois Cluzet noch als gelähmten Rolli-Fahrer in „Ziemlich beste Freunde“ in Erinnerung hat, wird von seinem agilen und jugendhaft-charmanten Spiel genauso überrascht sein, wie von seiner lustigen Dustin-Hoffman-Frisur. Er harmoniert brilliant mit Sophie Marceau, die Elsa mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Glamour und Bodenständigkeit verkörpert. Lange Rede, kurzer Sinn: Den oder die Liebste einpacken – ins Kino gehen – Spaß haben!

WERTUNG: 2

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