Serie: Game of Thrones (Season 1)

Normalerweise bespreche ich auf Rhapso.de ja keine Serien.
Und normalerweise scheue ich mich auch etwas davor, mir noch eine weitere Fantasywelt mit tausenden von Orten, Leuten und Göttern ins Gehirn zu pressen.

Doch in diesem Fall ist die Ausnahme berechtigt, denn um es kurz zu sagen: Game of Thrones rockt!

In einer Fantasywelt in welcher der Sommer Jahre und der schreckliche Winter Jahrzehnte dauern wird der Ratgeber des Königs ermordet. Nur ungern wird Eddard Stark (Sean Bean) aus dem nördlichen Winterfell sein Nachfolger. Denn am Hof des Königs herrschen Intrigen und Gemeinheiten, welche dem Ritter aus den Norden (ein lawfull-good wie er im Regelbuch steht) ein Greuel sind. Doch ohne es zu wollen werden er und die übrigen Bewohner der sieben Königreiche immer näher an einen umfassenden Krieg um den Thron gezogen…

Zur Ironie der Serie gehört es, dass der Autor der Buchvorlage George R. R. Martin jahrelang im TV-Business gearbeitet hatte und endlich mal ein Buch schreiben wollte, dass man definitv NICHT verfilmen kann. Weil es zu aufwendig und zu derb sei.

Denn Welt von „Game Of Thrones“ ist wie eine abgefuckte Version von Tolkiens Mittelerde: Einst gab es hier Drachen, Geister und holde Maiden – jetzt ist alles verlottert, versoffen und vergilbt. Sätze wie „Ich piss auf die Krone“ gehören noch zu den netteren und auch der Anteil von Sex, Blut und Nacktheit ist für eine US-Produktion ungewöhnlich hoch. Das wirkt manchmal etwas aufgesetzt, sorgt aber meist für eine schön düstere und erdige Grundstimmung und für rundum glaubwürdige und facettenreiche Charactere.

Dabei sieht das ganze von Kostümen, Kulissen und sonstigem eher nach Kino aus als nach Serie. Liebevoll und abwechslungsreich sind die Landschaften, Völker und Burgen gestaltet. Dazu kommen immer wieder feine Schwertkampf-Szenen. Große Schlachten gibt es zwar nicht (zumindest in dieser ersten Staffel) aber die Duelle sind auf sehr hohem Niveau.

Ein bischen schwer ist es allerdings den Überblick zu bewahren. Es gibt gefühlte hunderte von Personen und eine detaillierte Vorgeschichte um den Anschlag auf den vorherigen „Irren König“, die sich mir nicht ganz erschließt. Aber im großen und ganzen komm ich gut mit. Und da jede Folge (leider auch die letzte der Staffel!) mit einem sauberen Cliffhanger endet ist der Drang weiterzuschauen immer sehr groß.

Ein Problem *SPOILER ALERT* ist, dass es in dieser Serie keine Überlebensgarantie gibt. Auch nicht für Figuren, die einem ans Herz wachsen oder eindeutig noch Potential hätten. Wen soll ich mir am Ende als Held nehmen? Tyrion?  Ach…*SPOILER END*.

Eine ganz klare Empfehlung
WERTUNG: 1

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