Kino: „Die Wand“

Während eines Urlaubs in einer Berghütte findet sich eine Frau eines morgens ganz allein wieder: Die Gegend wird durch eine unsichtbare Wand vom Rest der Welt abgetrennt. Eine Flucht scheint unmöglich. In Begleitung einiger Tiere richtet sich die Frau auf den Winter ein…

Eine starke Geschichte (nach dem 1963 erschienen Roman von Marlen Haushofer), toll gespielt von Martina Gedeck und wunderschön fotografiert von neun (!) Kameraleuten.

Trotzdem suckts. Beziehungsweise: Ich hätte mir nach dem vielen Lob im Vorfeld einen weitaus stilleren und radikaleren Film erwartet. Eine Art „Derniere Combat“ mit einer Frau in der Hauptrolle. Deshalb nervt mich die Wand mit dem fast pausenlosen Off-Kommentar (auch wenn er oft Dinge sagt, die nur schwer bildlich darzustellen sind), einer effektheischerischen Erzählung (massive Zeitlupe, protzige Kamerafahrten, digitale Effekte) und nervigem Sound-Design (wenn mal nicht geredet wird wird gebrummt oder gegeigt).

Dennoch ein Film zum nachdenken: Was hätte ich in so einer Situation getan? Sicher versucht das Gebiet genauer zu kartographieren –  die Wand abzulaufen, versuchen sie zu knacken? Die Frau im Film ergibt sich sehr schnell in ihre Situation – und meistert sie ganz erstaunlich als Jägerin, Vieh- und Ackerbauerin.

WERTUNG: 3

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