Kino: „Prometheus“

Braucht es wirklich eine Vorgeschichte zur legendären Alien-Saga?

Eigentlich nicht – aber wenn der Film von Ridley Scott stammt, dem Regisseur des wegweisenden ersten Teils der Reihe schau ich ihn mir natürlich an. In dem Film spürt eine Gruppe Archäologen und Astronauten den Spuren vermutlicher außerirdischer Ahnherren der Menschheit nach – und stösst dabei aber auf den gefährlichsten Glibber des Universums…

Nach dem Genuss von „Prometheus“ kann ich sagen: Es braucht keine halbgare Alien-Vorgeschichte! Auch keine von Ridley Scott!

Dabei ist das alles schön produziert, sieht toll aus, klingt fett und ist gut besetzt. Und in den ruhigen Szenen zeigt sich erneut die ganze Meisterschaft des Briten: Wenn Android David durch die leeren Gänge des Raumschiffes spaziert und sich Lichter und Geräusche zu einer Sinfonie verbinden, wenn ein Alien auf der leeren Erde ein unverständliches Ritual durchführt oder wenn zum ersten Mal die labyrinthischen Gänge des Alienbaus erforscht werden ist das SF vom feinsten.

Aber die Geschichte! Ist das ein Prequel? Dann stimmt eigentlich der Anschluss nicht, denn das was die Prometheus hinterlässt ist nicht das, was die Nostromo findet. Ist es ein Neustart? Dann ein doofer: Zu sehen, wo die Aliens und die großen Raumfahrer herkommen entmystifiziert das schöne Geheimnis um diese Rassen, das uns seit dem ersten Alien-Film begleitet.  Zudem wurde der bisher ebenso stimmige, wie eklige Fortpflanzungs-Zyklus der Aliens über Bord geworfen: Statt Eiern, Königin und Co. gibt es jetzt schwarzen Glibber, Schlangen, Zombies, Riesenblumen und ähnliche recht willkürlich ausgewählt scheinende Zutaten mehr.

Zudem blick ich die Geschichte nicht (Small Spoiler: Warum vergiftet David den Forscher? Was hat er – oder Wayland davon?) und fand die Charaktere nicht sehr packend. Auch die Suche nach den „Konstrukteuren“ fand ich zu aufgeblasen im Vergleich zu dem was dabei rauskommt – nämlich nichts! Außer einem Aufhänger für einen möglichen zweiten Teil. Den ich vermutlich genausowenig brauchen werde wie diesen Film.

WERTUNG: 4

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