The Complete James Bond Experience (Part 5)

< All time high!

Das Jahr 1983 hat in der Bond-Geschichte einen ganz besonderen Stellenwert – gab es doch erstmals nicht nur einen James-Bond-Film, sondern gleich zwei, wobei einer ein wirkliches Kuriosum darstellte… den Anfang machte aber die Pflichtübung:

Octopussy (1983)

Der Nachfolger zum famosen „For your eyes only“ liefert wieder einen typischen Moore-Bond: Kalauer, Action und schöne Gegenden (Indien und Deutschland!) in bunter Mischung  – allerdings mit vor allem in der ersten Stunde in sehr gebremsten Tempo.

Da tut Bond so altersgerechte Dinge wie eine Auktion besuchen, Würfel spielen und einmal am Taj Mahal vorbeifliegen. Ein ziemlich unspektakuläres Spektakel also, mit passendem Titelsong (eine Ballade ohne Rumms) das im weiteren Verlauf  aber dann doch noch mal richtig aufdreht.

Neu ist, dass die Bond-Serie hier ganz deutliche Bezüge zum echten Zeitgeschehen herstellt: Der Kalte Krieg liegt in den letzten Zügen und militante Militärs versuchen ihn wieder heiß zu machen. Zudem erreichen die Meta-Witze eine neue Ebene, wenn Bond sich mit dem Tarzan-Schrei an Lianen entlangschwingt oder ihm ein Mitspion als Erkennungszeichen eine bekannte Melodie vorspielt.

Insgesamt solide Unterhaltung in der Tradition der Serie, die aber irgendwie nicht wirklich vom Hocker reißt.

WERTUNG: 3

Da versprach der „Oktober-Bond“ schon mehr, stammte er doch nicht von der „offiziellen“ Produktionsfirma EON, sondern von einem Außenseiter: Dem Produzenten Kevin McClory. Der hatte 1965 an „Thunderball“ mitgearbeitet und befand sich seitdem – also seit 18 Jahren! – in juristischer Dauerfehde mit EON. Behauptete McClory doch, der eigentliche Autor von „Thunderball“ zu sein und deshalb auch das Recht zu haben, diese Geschichte so oft neu zu verfilmen, wie er lustig wäre.

Das lässt mich ein bischen schmunzeln: Waren es doch nie die Storys, welche die Bond-Filme so besonders machten – eher die Action, die Bauten, die Musik und die Darsteller. Und so wäre McClorys 1983 endlich verwirklichtes Thunderball-Remake sicher auch nur eine skurile Fußnote geblieben, wenn er irgendeinen Schauspieler als Bond besetzt hätte. Aber McClory hatte nicht irgendwen. Er hatte Sean Connery.

Der hatte zwar gesagt er wolle die blöde Rolle nie wieder spielen, änderte aber gegen viel Geld und Mitsprache am Drehbuch dann doch seine Meinung – womit er dem Film auch gleich seinen Titel bescherte:

Sag niemals nie / Never say never again (1983)

[Fehlt: Review SNN]

Der Erfolg von „Sag niemals nie“ beendete übrigens die Fehde zwischen EON und McClory keineswegs: Es wurde weiter prozessiert und McClory versuchte in der Folge noch mehrfach ’seine‘ Bond-Story ein drittes mal zu verfilmen. Für das Jahr 2000 plante er eine Version unter dem Titel „Warhead“ mit Moore als Bond und Connery als Largo. Leider (oder glücklicherweise?) kam es dazu nicht. Aber man soll ja niemals mals sagen!

Bye, bye Mr. Moore >

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