The Complete James Bond Experience (Part 4)

< Unter dem Meer

Eigentlich wurde am Ende von „The Spy who loved me“ ja „For your eyes only“ als nächster Bond-Film angekündigt – doch im Jahr Eins nach Star Wars war es jetzt auch den Bond-Produzenten klar, dass nun erst mal was mit Raumschiffen (yeah!) an die Reihe kommen musste! So entstand:

Moonraker (1979)

Da kann ich schwer objektiv sein. Immerhin war das als Kind mein Lieblings-Bond. Kein Wunder! Hier gibt’s Laser, Raumschiffe, mehrere Verfolgungsjagten und viel Gebalge (unter anderem in einer Glas-Ausstellung) wo schön viel kaputt geht.

Mit Abstand betrachtet (wenn das überhaupt geht 🙂 ) merkt man diesem 11. James Bond Film zwar überdeutlich seine Formelhaftigkeit an. Die Geschichte ist praktisch die gleiche wie beim Vorgänger ‚The Spy who loved me‘, der selbst ein Beinahe-Remake von ‚Man lebt nur zweimal‘ war – aber man merkt auch die Verbesserungen in der Durchführung der Routine. Erstmal natürlich weils wieder um Raumschiffe geht (und Bond diesmal sogar selber mitfliegt), dann aber auch weil die Rivalität mit der Co-Agentin Holly Goodhead hier schon besser funzt als mit ihrer laschen Vorgängerin. Roger Moore hat endgültig seine Bond-Variante als gelassen-kalauernder Typ gefunden und selbst der wiedergekehrte Beisser erführt eine freundliche Variation.  Etwas nervig ist dagegen das überdeutliche Product-Placement aber von irgendwas muss man diesen bisher teuersten aller Bond-Filme ja finanzieren. So gib’s für den lustigen Weltraum-Quatsch die

WERTUNG: 2

Nachdem „Moonraker“ die klassische Bond-Formel noch mal perfekt durchexerzierte und zu neuen ‚Höhen‘ führte wagte der erste Bond der 80er dann tatsächlich mal den Sprung zu etwas neuem:

For your eyes only / In tödlicher Mission (1981)

entsorgt gleich zu Beginn ein paar Altlasten: Bond legt einen Strauß Blumen am Grab seiner Frau nieder und eskortiert dann Blofeld zu seinem endgültigen Abgang – eine Geschichte, die nun schon seit zwölf Jahren brachlag! Und auch sonst knüpft „For your eyes only“ eher an „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ an, als an die bombastischen Vorgänger.

Statt schwerfälligem Weltverschwörungen gibt es eine solide Spionagegeschichte, bei der endlich auch mal nicht von vorneherein klar ist, wer der Schurke ist. Statt High-Tech gibt es eine Verfolgungsjagt in einer Ente (!!) und der Showdown endet nicht mit den üblichen Armeeschlachten und Explosionen in einem Palst aus gebürstetem Edelstahl, sondern in der Erstürmung eines griechischen Bergklosters durch vier Mann.

Zudem entdeckt die Bond-Serie hier erstmals das Sound-Design: Alles macht plötzlich coole, übertriebene Geräusche. Auch die Actionszenen stimmen auf den Punkt (Motorräder im Bobkanal! Hubschrauber im Haus!) und der Fluss ist so elegant und lässig wie – ja eben wie seit 12 Jahren nicht mehr. Da ist es zu verschmerzen dass es am Ende wieder unter Wasser geht und das Roger Moore langsam anfängt alt auszusehen – seine Action-Einsätze meistert er nach wie vor ganz famos. Ganz klar der bisher stärkste Film der Moore-Ära.

WERTUNG: 1

Und natürlich noch die schönste Anekdote vom Dreh:

Schauspielerin Cassandra Harris – im Film als Gräfin „Lisa“ Gespielin von Roger Moore  heiratete während der Dreharbeiten. Und zwar Pierce Brosnan.

All time high? >

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