Film: „The Grey“

„Am Ende der Welt. Hier arbeite ich als bezahlter Killer für eine Ölgesellschaft“ – erzählt uns der von Liam Neeson gespielte Held des Films am Anfang. Klingt nach einem Polit-Thriller – aber das Ziel des Scharfschützen sind keine Greenpeacler oder dergl. sondern Wölfe, welche die Bohrungen im Eis bedrohen.

Und die Menschen – besonders nachdem Liam & Kollegen mit einem Flugzeug im Niemandsland abstürzen. Der Kampf Männer gegen Wölfe beginnt…

Zu „The Grey“ (über den ich im Vorfeld viel Lob gehört hatte) habe ich eine recht geteilte Meinung. Liam Neeson ist großartig, die Kameraarbeit schön anzusehen (kein Gewackel!) und der Ansatz mal nicht die übliche Teenie-Gruppe zu dezimieren, sondern betont erwachsene Männer, die sich auch mal über ihre Situation und ihren Umgang mit der Angst Gedanken machen, gefällt mir.

Andererseits hat mich der Film nicht wirklich gepackt. Zu konturlos sind die Figuren gerade am Anfang (Bärtiger Mann #1 – #8), zu schlicht die ‚psychologische Grundierung‘ („Wer eine Familie hat, weiß wofür er kämpft“). Auch die Wölfe scheinen mir etwas zu mächtig / überlegt, in der Art wie sie Schluchten, Flüsse und Feuer überwinden um die Männer zu erlegen. Vielleicht ist das in echt so (was weis ich schon über Wölfe?!), vielleicht sind sie aber auch mehr als Symbol für ‚Bedrohung‘ gemeint. Zudem nervt mich die Unsitte, den Zuschauer in ruhigen Szenen mit lauten BLAMMS zu erschrecken, was gerade am Anfang öfter passiert, so dass ich dann den schönen ruhigen Momenten am Schluss nicht mehr richtig trauen konnte.

Insgesamt schon nett, aber mir gefällt der thematisch verwandte „Last Winter“ doch wesentlich besser.

WERTUNG: 3

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