Kino: „Die Tribute von Panem“

Auf „Die Tribute von Panem“ wurde ich vor allem durch den Trailer aufmerksam, der mir durch die schöne Bildgestaltung gefiel und der eine spannende Geschichte versprach. Deswegen statt vieler Worte:

Als Zuschauer wird man einfach so in die Geschichte hineingeworfen. Man erfährt nicht wann und wo das ganze spielt und was genau hinter den „Hungerspielen“ steckt (verhungert sieht hier nämlich niemand aus). Nach anfänglicher Verwirrung hat mir aber gerade diese Offenheit und das allmähliche Entdecken der Welt von Panem sehr gut gefallen.

Der Film teilt sich klar in zwei Hälften: Die Vorbereitung auf die Spiele und das Spiel selber.
Im ersten Teil sehen wir die mediale Inszenierung der Teilnehmer. In seiner kühlen Darstellung eines diktatorischen Regimes und seiner Mischung aus Medienkritik und Genuss des Spektakels erinnert er angenehm an „The Right Stuff„. Der zweite Teil beginnt als die Jugendlichen in einem Waldstück ausgesetzt werden und dort ums überleben kämpfen.

Der Film ist von Tom Stern (dem Hauskameramann von Clint Eastwood, wahrscheinlich mochte ich deshalb gleich den Trailer) exzellent fotographiert und von Gary Ross kühl und unheroisch inszeniert. Die Gewaltdarstellung ist zurückhaltend, die Spannung hoch. Auch das wilde Art Design, das die bei Diktaturdarstellungen stets beliebten Nazi-Elemente mit römischen, ägyptischen oder einfach nur knallbunten Dingen mischt, beeindruckt.

Das Finale (SMALL SPOILER ALERT) fand ich dagegen etwas schwach: Dass die Spielmeister einfach so per Hebeldruck die ‚Helligkeit‘ verändern oder Monsterhunde aus dem Boden zaubern, lassen den Überlebens-Kampf in der Natur doch eher wie eine Computersimulation wirken. Vielleicht ist es das ja auch… (SPOILER END)

Ansonsten hätte ich mir höchstens noch etwas mehr Charaktermomente für die anderen Kämpfer gewünscht, die doch etwas flach bleiben. Aber das bleibt Kritik auf hohem Niveau.

Zwei Teile sollen ja noch kommen. In dieser Qualität – gerne!

WERTUNG: 2

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2 Gedanken zu “Kino: „Die Tribute von Panem“

  1. War auch heiß nach dem Trailer, vom Endprodukt aber enttäuscht.

    Der Auftakt zu einer weiteren seelenlos runtergekurbelten Teenie-Serie. 08/15 Mimen, viel zu viel Wackel-Cam (was einfach kein sauberes Handwerk ist), doofe Optik. Auch aus der Geschichte hätte man viel mehr machen können.

    1. Hm. Ja da mit der Wackelkamera stimm ich voll zu – das nervt. Ruhiger wäre mir auch lieber gewesen. Ansonsten wars eine coole Erfahrung (vielleicht auch weil um mich rum lauter 12-jährige Nerds (!) saßen, die beim „Hobbit“-Trailer jeden Zwergennamen mitsprachen.)

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