Kino: „J. Edgar“

Martin Scorsese ist aktuell einer der beiden Regisseure für die ich jederzeit ins Kino rennen würde, ganz egal worum es in seinem neuesten Film geht. Der andere ist – Leser dieses Blogs wissen es sicher! – Clint Eastwood.

Eigentlich sind die beiden ja filmische Antipoden: Der nervöse New Yorker mit dem gewollt rauhen Stil auf der einen und der gelassene kalifornische Cowboy auf der anderen Seite.

Umso witziger, dass Eastwoods neuestes Werk „J. Edgar“ uns auf eine ganz ähnliche Reise schickt wie Scorseses „Aviator“: Wieder sehen wir Leonardo Di Caprio beim Älterwerden zu, wieder ist er eine exzentrische und ambivalente Person die Amerika im frühen 20. Jahrhundert geprägt hat.

Diesmal ist es J. Edgar Hoover, Gründer des FBI und einer der Väter der modernen Verbrechensbekämpfung.

Am Anfang tat ich mir etwas schwer in die Handlung hineinzukommen, da der Film viel in der Zeit herumspringt und ich als Europäer leider nicht die amerikanische Geschichte so parat habe, dass mir ein Name oder Ereignis das Jahr verrät. Aber eigentlich geht es auch nicht darum was genau nacheinander kam, sondern um das Portrait eines vielschichtigen Mannes. Den spielt Di Caprio hier noch besser, greifbarer als im Aviator, sein Alterungsprozess ist noch glaubwürdiger und auch die Liebesgeschichte ist wirklich glaubwürdig und berührend.

Dazu kommt natürlich das, was man über Clint immer sagen kann: Ruhige Musik, elegante Kameraarbeit, entspannte Schauspieler. Da kriegt man viel Kino für’s Geld!

WERTUNG: 2

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