Kino: Tanzen ohne Spaß – „Pina“

Bisher dachte ich ich mag Tanzfilme.
„Singing in the rain“ ist einer meiner Lieblingsfilme,  Dany Kayes Hampeleien im Hofnarr finde ich superlustig und auch die heißen Tanznummern in „Dirty Dancing“ hab ich mir mit Freude angeguckt.

Deshalb hatte ich mich auch sehr auf „Pina“ gefreut – einen Tanzfilm von Wim Wenders über die Choreographin Pina Bausch, gedreht in 3D.

Nach der Sichtung kann ich meine Aussage präzisieren:

Ich mags wenn die Tänzer abheben, Körper und Kamera in Bewegungsrausch geraten, wenn Tanz Ausdruck der Lebensfreude wird. Genau das bietet „Pina“ nicht. Die meisten Tänze scheinen davon zu handeln wie Leute umfallen, belästigt werden oder leiden. Nur wenig von dem hier getanzten spricht mich an bzw. findet ein Echo in irgendwas was ich kenne.

Wahrscheinlich werden Tanz-Experten jetzt milde lächeln. So als ob einer sagt er schaut nur Komödien oder liest nur Bücher mit Happy End. Aber ich nehm mir einfach mal das Recht des Laien heraus, das suspekt zu finden was ich noch nicht kenne – und was mir auch nicht wirklich näher gebracht wird. Die – auf mich recht abgeschlossen wirkende – Welt des Balletts ist mir jedenfalls nach „Pina“ noch mindestens genauso fremd wie vorher. Auch über Frau Bausch habe ich fast nichts erfahren, da die Interviews mit ihren TänzerInnen alle auf dem Lobhudel-Niveau eines Making-Of-Films sind. Schade.

WERTUNG: 4

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