Kino: „Four Lions“

So etwas trauen sich wohl nur die Briten: Eine Komödie über vier arabische Selbstmordattentäter und ihre Probleme mit der Wahl des richtigen Ziels – irgendwo zwischen Monty Phython und Erkan & Stefan.

Denn Omar und seine Freunde sind nicht gerade die hellsten: Ob im Trainingslager in Pakistan oder mit Sprengstofftüten auf den Straßen Londons – immer sind sie für sich selbst die größte Gefahr.

„Four Lions“ ist der Film, der „Männer die auf Ziegen starren“ hätte sein wollen: Eine gnadenlos schwarzhumorige Satire, bei der man in manchen Szenen gar nicht aus dem Lachen rauskommt und sich in anderen dann wieder gruselt: Wie ernst meinen die es wirklich?

Gestört hat mich an „Four Lions“ nur die manchmal arg wakelige Kameraführung und der plötzliche Einstieg: Man erfährt nicht, warum diese Typen überhaupt zu „Gotteskriegern“ wurden – da sie ja auch alle sehr gut im Westen angekommen scheinen – und braucht etwas sich in den doch eigenen Humor des Films hineinzufinden. Doch am Ende hat man zumindest Omar und den naiven Waj sehr ins Herz geschlossen und drückt die Daumen, dass sie sich nicht zu Allah sprengen.

Respekt für den Mut der Filmemacher, sich dieses Themas anzunehmen und für ihr Geschick,  zwar den „Heiligen Krieg“ zu verarschen, aber die Menschen doch ernst zu nehmen.

WERTUNG: 1

Und hier noch der Trailer – Obacht: Er verrät einiges.

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