Kino: „Hereafter“

Der neue Clint erzählt drei Geschichten über das ‚Leben danach‘:

Eine toughe Journalistin wird nach einem Nahtod-Erlebnis zur Esoterik-Forscherin, ein Zwilling sucht seinen verstorbenen Bruder und ein Medium, das mit den Toten sprechen kann (endlich mal nicht als Action-Held: Matt Damon) hat die Schnauze voll vom „Jenseits“, dass ihm das Leben im hier und jetzt vermießt.

Dass sich ausgerechnet ein so bodenständiger Regisseur wie Eastwood mit den Jenseits beschäftigt hat mich schon sehr überrascht. (Im Interview sagt er dann auch, dass es ihm vorranging um die Personen und ihre Beziehungen im Diesseits ging). Außerdem ist die Form mit den drei paralellen Stories, die sich am Ende berühren ungewöhnlich ‚autorenfilmig‘. Man muss also mal wieder den Hut ziehen davor, wo dieser ‚Yankee-Cowboy‘ sich überall hinwagt.

Natürlich trägt auch „Hereafter“ die Stärken von Clints Handschrift: Ruhige Inszenierung, große Schauspielerleistungen. Leider sind die drei Stories unterschiedlich stark: Die Matt-Damon-Geschichte ist cool, die mit dem Jungen rührend und die mit der Journalistin nervt eher mit ihrer penetranten „Jenseits-ist-Fakt“-Werbung. Auch die Art wie sie am Ende zusammenkommen wirkt sehr konstruiert. Da hab ich vom Autor von „The Queen“ und „Frost/Nixon“ mehr erwartet.

Auch auf die Bilder vom Jenseits hätte ich gern verzichtet: Verschwommene Schwarz-Weiß-Kacke mit Leuten die rumstehen wie in dem Mutantensuchgerät aus X-Men.  Der Film wäre ohne diese aufdringlichen Sequenzen stärker.

WERTUNG: 3

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