Best of: „Ghost in the shell“

Da ich momentan wenig dazu komme, aktuelle Kinofilme zu gucken, will ich den Blog nutzen um ein paar meiner absoluten Favoriten vorzustellen und neben all dem Kino-Fastfood auch ein paar der Filme hier zu listen, die in die rare Höchstkategorie „A“ meiner Wertung fallen – also solche Filme, die neben formaler oder inhaltlicher Brillianz für mich eine besondere Bedeutung oder Geschichte haben. Den Anfang macht mein Lieblings-Anime: „Ghost in the shell“

Zuerst gesehen habe ich diesen Film während der Berlinale in einem kleinen Kino  – nicht als Teil des offiziellen Festivalprogramms, sondern „Bonus“ am Abend (was bei drei „offiziellen“ Filmen am Tag schon zugebeben ziemlich irre ist…). Aber der Ruf „besser als Akira“, der ihm vorauseilte und die dringliche Empfehlung von Kollege Tommy Stärker lockte mich rein – und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar verstand ich kaum was von der Story (weswegen ich sie hier gar nicht nachzuerzählen versuche), doch die melancholisch-nachdenkliche Atmosphäre, die (für damalige Verhältnisse) spektakuläre Animation und die eindringliche Musik konnten mich sofort begeistern und den Wunsch eines Wiedersehens wecken.

Und das lohnt sich! Es gibt ja Filme, bei denen das zweite Gucken eine Enttäuschung ist, da der Reiz des neuen, überraschenden nicht mehr da ist – aber es gibt auch solche die immer mehr Überraschungen offenbaren, je länger man sich mit ihnen einlässt. Dazu gehört auf jeden Fall „Ghost in the shell“. Erst beim dritten mal hab ich (glaub ich) so halb verstanden, um was es genau geht, bei jedem weiteren sehen entdecke ich neue Details. Je tiefer man kommt, desto vielschichtiger wird es.

Zudem ist der Film ein wichtiger Knotenpunkt: Hier verknüpft sich „Blade Runner“ mit asiatischer Zeichensprache, Bergmans „Persona“ mit Hong Kong Action. Die Einflüsse auf folgende Filme (insbesondere die „Matrix“-Trilogie) sind nicht zu übersehen.

Und „Ghost in the shell“ ist ein schöner Startpunkt in das schöne, verrückte und inovative Universum von Regisseur Mamoru Oshii und bleibt mir deshalb – obwohl „Avalon“ oder „Red Spectacles“ ebenfalls unvergleichlich sind – immer der liebste aus seinem Werk.

Es gibt von „Gits“ auch einen zweiten Teil, den ich gut, aber nicht sooo überragend fand, sowie eine Anime-Serie (durch die ich mich noch nciht durchschauen konnte) eine „2.0“-Version mit neuen, digitalen Bildern (brauch ich ned, find das Original schön) und eine Live-Action-Version von 2017.

WERTUNG: A

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