Best of: „Barry Lyndon“

Zugegeben: Aus dem an Höhepunkten nicht gerade armen Werk von Stanley Kubrick einen Favoriten zu wählen ist alles andere als leicht. „2001“ drängt sich als der bahnbrechende SF-Film natürlich geradezu auf oder „Clockwork Orange“ bei dem der autoritäre „SCHAU-NICHT-WEG!!!“-Stil des Maestros sicher am reinsten (und quälensten) zur Geltung kommt.

Als Film für die Einsame Insel würde ich mir aus seinem Ouevre aber dann doch das dreistündige Historien-Epos „Barry Lyndon“ herauspicken, da er nicht ganz so getragen ist wie „2001“ (der je nach Stimmung des Zuschauers Genial, nervig oder nur langweilig sein kann) und nicht so ekelig wie „Clockwork“.

Barry Lyndon erzählt Aufstieg und Fall eines Land-Edelmannes im 18. Jahrhundert (nach der Vorlage eines zeitgenössischen Romans) – in unvergleichlich schönen Bildern, die von Gemälden der Zeit inspiriert wurden. Unterstrichen wird der Eindruck des „gemalten“ durch die immer wiederkehrenden majestätischen Zooms, die den Blick von einem Detail auf das ganze lenken. Was natürlich auch ein inhaltlicher Aspekt ist: Anhand von Barrys Leben erfahren wir viel über das 18. Jahrhundert – oder wenn man so will die Menschen an sich.

Die Musik – Händel, Schubert, Vivaldi, Bach – steht der Opulenz der Bilder dabei in nichts nach. Dazu kommt eine unvergleichliche Liebe zum Detail: Hier stimmt jede Gürtelschnalle, für die (zahlreichen) Szenen bei Kerzenlicht wurden extra neue Linsen von Zeiss verwendet um sie ohne künstliche Beleuchtung aufzunehmen. Kombiniert mit der ironisch vorgetragenen Geschichte – BL ist einer der wenigen Filme in denen der Off-Erzähler nicht nur Sinn macht sondern sogar zum gelingen des Meisterwerks beiträgt – kann das nur zu einem führen: Der

WERTUNG: A

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