CLINT !!

Ich weiss nicht mehr genau ob es „Mystic River“, „Unforgiven“ oder „Million Dollar Baby“ war, aber seit ich den ersten dieser drei sah bin ich Fan des unvergleichlichen Spätwerks von Mr. Eastwood. Dank der fantastischen „35 Films“-Box und diversen DVDs zum Schnäppchenpreis arbeite ich mich nun langsam aber auch durch das Frühwerk von und mit Clint Eastwood.

Hier meine ersten paar Eindrücke und Empfehlungen:

Clint für Männer:

Weißer Jäger, Schwarzes Herz (1990)

Erzählt wird das „Not-Making-Of“ des Films „African Queen“.  Clint spielt einen Regisseur, der besessen davon ist, einen Elefanten zu jagen und disem Ziel alles unterordnet – auch den anstehenden Film.

Besonders cool ist hier, dass Eastwood mal nicht den wortkargen Working-Class-Hero, sondern einen ganz anderen Typen spielt: Einen pausenlos plaudernden High-Society-Regisseur in edlem Zwirn. Ein sehr tiefer Film, der einen nicht nur nach Afrika entführt, sondern auch in die Seele eines Mannes, der sich für Gott halten möchte, gleichzeitig wie ein Nihilist daherkommt und am Ende an beidem verzweifelt. Absolut fantastisch! Keine Ahnung ob es bei „African Queen“ wirklich so zuging – aber ich wills mir gern so vorstellen.

WERTUNG:  A

Clint für Frauen:

Die Brücken am Fluss (1995)

Clints einziger reinrassiger Liebesfilm erzählt von der kurzen Affäre einer Farmersfrau (Meryl Streep) mit einem durchreisenden Fotographen (Clint). Sehr gefühlvoll und toll gespielt vom Hauptdarsteller-Duo entspinnt sich hier eine völlig unkitschige Romanze, die man sich am besten zu zweit ansieht.

WERTUNG: 1

Clint für alle:

Any wich way but loose (1978) / Any wich way you can (1980)

In diesem Filmduo spielt Clint den Truck-Fahrer Philo Bedoe, dessen bester Freund der Orang Utan Clyde ist. Neben einer (vorerst) unglücklichen Liebesgeschichte bekommt Philo, der sein Geld hauptsächlich mit Boxen verdient, es auch mit der wohl unfähigsten und harmlosesten Motorrad-Gang der Filmgeschichte zu tun: Den mit Nazi-Insignia geschmückten Black Widows.

Irgendwie ein Film, den man eher von Bud Spencer oder Adriano Celentano erwartet hätte. Der zweite Teil ist dann noch temporeicher und witziger und rentiert sich genauso für einen vergnügten Abend.

WERTUNG: 2

Clint für niemand:

Im Auftrag des Drachen (1975)

Dieser Film ist – das muss trotz allen Fanbonuses gesagt sein – gar nix. Clint spielt eine Mischung aus Bond und Indiana Jones, der in der Schweiz einen feindlichen Killer erledigen soll – während einer Besteigung der Eiger Nordwand. Eigentlich ein cooler Plot: Eine handvoll Männer steigt in einen Berg und einer davon – unklar welcher – ist ein Feind, den man töten muss obwohl man aufeinander angewiesen ist um den Fels zu bezwingen.

Leider ist das Drehbuch entsetzlich: Anderthalb Stunden wird hauptsächlich gebabbelt, die Action-Szenen sind zäh und als sie endlich im Berg hängen ist der Plot schon total verschwunden. Es heisst Clint schuldete dem Studio damals noch einen Film und das Buch lag gerade rum. Anschauen muss mans trotzdem nicht.

WERTUNG: 5

Mehr Clint demnächst!!

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