Kino: „Männer im Wasser“

Eigentlich wollten Fredrik (Jonas Ende) und seine Kumpels nur in Ruhe Hockey spielen – so wie die Mitvierziger das seit Jahren machen. Doch dann werden sie von einem aufstrebenden Damenteam aus ihrer Halle geworfen und finden sich – betont orientierungslos – auf der Suche nach einem neuen Sport.

Den finden sie zufällig über einen Partygag, als sie sich auf der Jungesellenfeier eines Freundes ins nächste Schwimmbad stürzen um ein beschwipstes Wasserballett aufzuführen. Der Spaß zieht seine Kreise und die Kerle werden für weitere Schwimmauftritte gebucht. Bald stellen sie fest, dass es mit planschen allein nicht getan ist – und finden glücklicherweise in Fredriks Tochter Sara (Amanda Davin) eine Trainerin, die das ungewöhnliche Team so sehr in Form bringt, dass es von etwas ganz großem träumt: Der Teilnahme an der WM in Berlin. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, auf dem sich die Nachwuchsschwimmer noch vielen privaten und sportlichen Herausforderungen stellen müssen, die immer wieder ihr Bild von Männlichkeit in Frage stellen…

 

Der Film „Männer im Wasser“ vom Mans Hergren basiert lose auf den Erfahrungen von Jane Magnusson – Trainerin einer echten Herren-Synchronschwimmmannschaft. Aber auch wenn man hier mehr über die Tradition dieses Sports erfährt als man jemals für nötig hielt, steht das Schwimmen nicht im Mittelpunkt. Vielmehr ist der Film einer jener herzlichen Streifen über nette Durchschnittstypen, die mal was ganz anderes versuchen um ihren Leben einen neuen Sinn zu geben. Warum es ausgerechnet Wasserballett sein muss, wird zwar nicht ganz klar, aber Spaß macht es trotzdem dabei zuzusehen, wie sie immer besser und schließlich richtig gut werden.
Auch dass hier recht dreist bei „Ganz oder gar nicht“ geklaut wurde verzeiht man den sympathischen Schweden gern. Vor allem, da sie durchaus ihre eigene Note finden. Sei es mit dem filmisch unverbrauchten Thema Männer-Synchronschwimmen oder mit der glaubwürdigen Vater-Tochter-Geschichte.

WERTUNG: 3

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