Kino: „Männer die auf Ziegen starren“

Vorneweg: Der Trailer und das lustige Plakat auf dem „Ziege“ gleichwertig mit Clooney und Co. genannt wird waren schon sehr vielversprechend. Doch der eigentliche Film nach einem Sachbuch (!) über Parapsycho-Soldaten ist dann doch etwas durchwachsen.

Er zerfällt in drei Teile, die notdürftig durch eine OFF-Erzählung zusammengehalten werden: Im ersten – einer Rückblende – erfahren wir die Entstehung der „New Earth Army“ durch den Guru Django (Jeff Bridges) und die ersten Versuche der Soldaten mit den neuen Techniken: Flowerpower-Soldaten, Nahkampf, Ausdruckstanz und Clooney mit Langhaarperücke. Very Funny.

Darin verschränkt ist die Erzählung eines Journalisten (McGregor), der zusammen mit einem ehemaligen Supersoldaten (Clooney) in den Irak fährt und von ihm in die Geschichte eingeweiht wird. Der Teil ist ok. Der nette Witz, dass ausgerechnet Ewan McGregor nicht weis was ein Jedi ist wird zwar etwas überstrapaziert und viele Nebenhandlungen (Sicherheitsdiensten) sorgen für unnötige Konfusion  aber es gibt doch noch viele nette Slapstick-Momente.

Richtig mies wirds erst am Ende, als Vergangenheit und Zukunft in ein grobschlächtig gezimmertes Finale münden, bei dem alle Personen noch mal zusammenkommen und symbolisch Guantanamo befreit wird. Hier übernimmt dann klar der national-therapheutische Aspekt und die Lustigkeit bleibt aussen vor. Sehr mau.

Vielleicht wäre der Film besser gefahren nur auf einer Zeitebene zu erzählen und sich auf die Jokes zu konzentrieren, statt sich mit der aktuellen Lage der US-Nation zu überheben.  Die Ausgangsidee und das brilliante Ensemble hätten ein besseres Drehbuch verdient.

WERTUNG: 3

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