Kino „Shutter Island“

Wenns mal kommt, dann kommts dicke: Lange Zeit war Flaute im Kino und nun geben sich die großen Meister die Klinke in die Hand: Peter Jackson, Werner Herzog, Clint Eastwood und Martin Scorcese sind gleichzeitig am Start (und ich hock in einem dickst auftragenden deutschen Problemfilm namens „Parkour“ und langweile mich tödlich).

Jetzt hab ich zumindest mal „Shutter Island“ geschafft: Ein U.S. Marshall (Di Caprio) kommt auf eine Insel auf der sich eine total abgeschottete Psychatrie befindet um das verschwinden einer Patienten aufzulösen. Doch schon bald mehren sich die Zeichen, dass hier etwas nicht stimmt – zudem wird der Marshall von den Erinnerungen an seine tote Frau und die blutige Befreiung (!) des KZs-Dachau (!!) geplagt…

„Shutter Island“ scheint zunächst eine „Gothica„-Variante (und wird auch so beworben: „…Scorseses erster Genre-Film seit ‚Cape Fear'“) ist aber eigentlich nur einem Genre zuzurechnen: Dem der Scorsese-Filme.

Der Schnitt ist noch ‚eckiger‘ als sonst. Bewusste Anschlussfehler und Sprünge lassen Auge und Kopf kaum zur Ruhe kommen. Auch die Musik ist ungewöhnlich – es gibt keinen Score, keinen Komponisten, sondern eine Zusammenstellung  atmosphärischer Tracks von Mahler bis Eno, die aber trotzdem so wirkt als wäre es ein Soundtrack aus einem Guss.

Die Atmosphäre der abgeschlossenen Insel wird sehr gut eingefangen, die Spannung transportiert sich über die Darsteller und das Set Design und nich über billige Shock-Effekte. Besonders cool sind die Träume/Rückblenden in denen etwa ein Zimmer zu Asche zerfällt.  Bei so viel Schauwerten ist es schon fast nicht mehr schlimm, dass es hinten raus etwas lang dauert bis die (vorhersehbare) Auflösung kommt und danach noch ein Weilchen.

WERTUNG: 1

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