In Memorian: Eartha Kitt

Na sowas: Einmal wenn ich U-Bahn fahr!

Ich steh an dieser Haltestelle und guck mir das Ablenkeboard an. Sonst zeigt es immer Sachen von Mordillo. Heute sagt es: Eartha Kitt ist tot. 81 Jahre, Krebs.

Orson Welles meinte sie sei die aufregenste Frau der Welt. Sie spielte für ihn Gretchen und Helena, war aber auch Cat-Woman und bei Mission Impossible und Erik the Viking dabei. Sie sprach ein halbes dutzend Sprachen und überlebte sogar die Disko-Dekade mit Anstand. Tommy sagt sie sieht aus wie ein Frosch.

Für mich ist sie schlicht die weibliche Jazz-Stimme. Seit ich  „Live in person at the Plaza“ gehört hatte war ich verloren für Ella oder Billie. Diese Stimme – zusammen mit den abgefahrenen Texten, die sich meist um Millionäre drehten und wie man sie ausnimmt – das Zusammenwirken mit dem Orchester – oder vielleicht besser, die Art wie sie sich katzenhaft auf dem Klangkörper räkelt – und dieses ständige Lachen über die eigene Verruchtheit.

Jetzt brauch ich wohl nicht mehr ab und zu auf ihrer Website vorbeizusurfen um zu sehen, ob sie noch mal irgendwo nach Deutschland kommt, aber ich kann noch mal die „Thinkin‘ Jazz“ auflegen und hören ob die Stimme jetzt anders klingt, wo sie von noch weiter weg kommt…

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