Kino: [Safe] again? „Die Eisbombe“

Witzig: Eigentlich soll ich „Babylon A.D.“ besprechen (was mir natürlich auch Freude bereitet hätte), werde dann aber kurzfristig in den mir völlig unbekannten Film „Die Eisbombe“ geschickt.

Dabei geht es nicht um ein kalorienstarkes  Tiefkühlprodukt, sondern um einen seltsamen, gefrorenen Meteor, der eines Tages unvermittelt in das Haus einer spießigen Familie im nordeutschen Ort ‚Bornsbüttel‘ einschlägt.

Dabei hat die Family auch ohne „Angriffe aus dem Ozonloch“ genug Sorgen: Mutter Beate hat einen totalen Öko- und Gesundheitstick und führt ein strenges Regiment, das Sohn Tom (Eike Weinreich) bereits Allergien und eine Regenphobie bescheert hat. Und gerade als er durch eine neue Zivi-Stelle eine Chance auf Auszug bekommt schlägt eben die Eisbombe ein – und Mutter ordnet den Rückzug an: In einen Bunker in den Garten, den sie dort noch zu Zeiten von Chernobyl eingerichtet hat.

Der Debütfilm von Oliver Jahn pendelt zwischen liebevollem Generationenportrait und böser Satire und überrascht immer wieder mit netten Einfällen. Brilliant auch die Kameraarbeit: Obwohl eine für’s „Kleine Fernsehspiel“ gedrehte Filmhochschul-Abschlussarbeit ist die „Eisbombe“ großes Kino mit schönen Breitwandbildern und schmackiger Musik!

Nur die Charaktere hätten für meinen Geschmack etwas weniger holzschnittartig sein können – trotzdem ein schöner Film, bei dem ich drauf wetten könnte, dass der Regisseur irgendwann mal den brillianten [SAFE] gesehen hat und nun eine Comedy-Variante dazu abliefert.

WERTUNG: 2

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