DVD: A simple look at something profound: „The Last Samurai“

The Last Samurai“ von Edward Zwick, 2003

Zugegeben: Zu den wichtigsten Pflichten eines Filmkritikers gehört „Tom Cruise Scheiße finden“. Nicht weil er bei Scientology ist, nee. Von mir aus kann er Hühner peitschen in seiner Freizeit. Aber dass er außer „naiv gucken“ oder „arrogant gucken“ keine Emotion glaubwürdig ausdrücken kann, das ist in seinem Beruf schon sehr ungünstig.

Aber dafür ist er sportlich. Und ohne sein Starpotential hätte es die meisten der Filme in denen er sportlich ist, aber nicht gut spielt gar nicht gegeben, weil sie niemand bezahlt hätte. So auch „The Last Samurai“.

Die Story eines Amis, der das Ende der Samuraikultur durch die Einführung der Feuerwaffen erlebt ist eine Art „Kagemusha light“ (der ja selbst wiederrum eine Art „Ran light“ ist) – oder wie Zwick am Ende des Audiokommentars selber sagt: „an oversimplified look at something profound“.

Und unter der Prämisse schlägt sich der Samurai gar nicht schlecht. Die Fotografie ist super schön, die Darstellung der Japaner respektvoll und die Kampfszenen fulminant. Obwohl ich mit Regiekommentar gucke, kommt die Story voll rüber, da mehr in Bildern erzählt wird, als in Worten.

Laut Zwicks Kommentar ist der Film vor allem für ein Publikum von 17-jährigen, die von japanischer Kultur noch gar nix wissen gedacht, aber auch wer Kurosawa schon rauf und runter geguckt hat (wie Zwick selbst) bekommt hier einen netten, bis an die Kitschgrenze romantischen Samuraifilm. Das jetzt noch mit Clive Owen in der Titelrolle und… naja, dafür gibts ne schöne Steel-Box und das dickste Booklet (70 Seiten…) das ich je bei einer DVD gesehen habe.

WERTUNG: 2

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2 Gedanken zu “DVD: A simple look at something profound: „The Last Samurai“

  1. Der Film war ok. Bin halt Keiner der Pro-Cruise Anhaenger. Nicht wegen seiner „Religion“, dies muss jeder selber wissen.
    Es wird gut unterhalten, immer mit der Gefahr ins kitschige abzudriften. Zum Beispiel wo er in der Familie aufgenommen wird.

    Was mich aber bei diesem Film aufgeregt hat und eigentlich immer noch tut 🙂 😦 ist das Ende. Dieser haette sowas von gestrichen werden koennen. Der Film haette doch Nichts an Klasse verloren, wenn Alle auf dem Schlachtfeld umgekommen waeren. Mit Alle meine ich auch den „ich-ueberlebe-tausende-von-Kugeln“-Cruise. Das der ueberlebte ist sowas von… Schade fuer den ganzen Film.

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