Kino: Folter, Tod und Geigenmusik: „The Violin“

Menschenrechtsfilmfestival Perspektive #4

El Violin„, Francisco Vargas, 2005

Tja, was hab ich gesagt, „El Violin“ ist zwar kein Dokumentarfilm, aber trotzdem nicht unbedingt das, was einem den Freitag morgen (um 9 Uhr!) versüßt: Es beginnt mit Folter und Vergewaltigung, nachher gibt’s noch ein paar Erschiessungen.

Weil: Böses Militär besetzt ein Indiodorf. Der alte Violinenspieler geigt für den Kommandanten und schmuggelt heimlich Patronen aus dem Feld zu den Rebellen.

Langversion eines Kurzfilms von Francesco Vargas. Zu lang. Und zu plakativ. Gerade im Vergleich zu „Children of Men“ von gestern, wo all das schreckliche immer in der Tiefe des Bildes angesiedelt war und so durch die indirektheit viel stärker wirkte.

Hier ist alles konventionell „in the face“ und dadurch irgendwie unbeeindruckend. Plump. Edel fotographiert, aber halt ohne die Tiefenperspektive.

WERTUNG: 4

P.S.: Dieser Film gewann am Ende des Festivals den Hauptpreis. Die Jury lobte unter anderem die «subtile und poetische Weise“ des Films.
Müssen ihn wohl aus einer anderen Perspektive geguckt haben.

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