Kino: Shaken not stirred – Bourne 3

„The Bourne Ultimatum“ by Paul Greengrass, 2007

Ein bischen geht es mir wie dem Superkiller Jason Bourne, der nun schon zum dritten mal auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist: Ich kann mich an kaum etwas erinnern und weis nicht immer wer die Leute sind. Das liegt aber in meinem Fall nicht an Geheimprogrammen der Regierung (Obwohl?), sondern schlicht daran, dass ich Bourne 1 nicht gesehen habe und von 2 nur noch weis, dass ständig die Kamera gewackelt hat.

Das tut sie hier auch. Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Filmen passt es hier irgendwie. Immerhin ist dieser Dogma-Bond formal und inhaltlich ein legitimer Erbe der rohen Polizei- und Paranoia Filme der 70er – French Connection, 3 Days of the Condor oder Manchurian Candidate.

Das ständige Gewackel und die treibende Musik sorgen für ein rasantes Tempo, das erfolgreich darüber hinwegtäuscht, dass viele Szenen recht konventionell oder unglaubwürdig sind. Aber es ermüdet auf die Dauer auch Augen und Geist. Ähnlich wie beim Autofahren scheint es nicht das konstant hohe Tempo zu sein, was den Kick gibt – sondern eher die Phasen der Beschleunigung oder Bremsung, die dem hyperkinetischen Bourne ziemlich abgehen – hier findet der Wechsel nur zwischen ziemlich schnell und sauschnell statt.

Fazit: Gutes Entertainment mit rohem Charme, dem aber etwas die Konsequenz der Vorbilder fehlt. Ein offenes Ende a la French Connection wäre irgendwie cooler gewesen als der oberdeutliche Hinweis am Schluss: Bourne to be alive.

WERTUNG: 2

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