Kino: „Zodiac“

„Zodiac“ von David Fincher, 2006

Puh, also nach dem bisherigen Zyklus von Fincher immer ein Meisterwerk („Fight Club“, „Seven“) mit gutem Durchschnitt („The Game“, „Panic Room“) abzuwechseln, hätte jetzt ja eigentlich wieder ein Hammer kommen müssen.

Aber diese Story eines geheimnisvollen Killers der Presse, Polizei und einen Karikaturisten an der Nase herumführt (und das über 20 Jahre lang, was im Film mit schön wechselndem Ambiente dargestellt wird) tritt doch ein wenig zu sehr auf der Stelle: „Zodiac“ hat Style aber keinen wirklichen Mittelpunkt.

Richtig gruselige Szenen um den Killer wechseln mit karger, langwierieger Rechereche-Arbeit, die zwar schön gefilmt und flott montiert, aber halt trotzdem karg und langwierig ist. Die Mühen – und schließlich die Vergeblichkeit – des Suchens scheinen wichtiger zu sein, als die Auflösung des Falles. Außerdem gibt’s für meinen Geschmack wieder viel zu viele Namen von Nebenpersonen: Ich habe Janine gefunden – durch sie kommen wir zu Rick! Schön, aber wer sind die beiden?

Dieser fragmentierte, semi-dokumentarische Stil bricht zwar sicher einige Konventionen – aber gewinnt dadurch nicht besonders an Unterhaltungswert. Und dass das Kino den Fim falsch projeziert und man deshalb meist die Zeitangaben in den Untertiteln nicht lesen kann trägt auch nicht gerade zur Klarheit bei.
Vielleicht doch noch mal „Sieben“ angucken…

Der Kryptokiller kriegt jedenfalls ne karge:
WERTUNG 3

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