NPD: Ich will Pizza!

Bis vor kurzem dachte ich ja noch, dass diese beiden Herren

Für eine Handvoll Stimmen

das originellste Wahlplakat haben, doch dann sah ich gestern das hier am Straßenrand:

NPD-Verarsche "Ich will Pizza!"

Es klebt genau über dem (verdächtig ähnlich) aussehenden NPD-Plakaten, falls diese nicht ohnehin vom *hüstel* kräftigen Wind umgeworfen oder zerfetzt worden sind, der hier manchmal von links weht.

Wer immer das designt hat – Hut ab. Die leckerste Nazi-Verarschung seit Tuchos Bananen! Darauf gönn ich mir doch gleich ne Pizza!

Neues von der grünen Burka

Ein ganzes Winterloch über hatte die grüne Burka die Stadt in Atem gehalten!! Darf so etwas auf einem offiziellen Plakat der Stadt zu sehen sein?

Nun wurde endlich eine Lösung gefunden:

Welcome to Wassertruedingen

Welcome to Wassertruedingen

(c) Toni Burka, 2009

Es gibt sie wirklich!!

Wie lange habe ich darauf gewartet?
Habe ich es noch für möglich gehalten?
Hätte ich noch zu Lebzeiten damit gerechnet?

Egal! Es ist wahr – hier ist sie – die einzig wahre -

Neue Gymmick - CD

neue Gymmick - CD

17 neue Tracks und aufgemöbelte alte Gassenhauer vom einzig wahren Gymmick Solo und mit Band. Einen ersten Reinschmecker + Interview gibts vom 16. bis 21. Februar im Funkenflug. Die Release-Party folgt am 27. Februar im Hirsch.

Hier gibt’s erst mal  die Tracklist, damit Euch das Wasser im Munde zusammenläuft, hehe – eine ausführliche Rezension folgt. (P.S.: Track 14 freut mich als alten Funkenflieger natürlich besonders…)

Gymmick mit Uns

1. Ich brauch die neue Gymmick-CD
2. Lucky Generation
3 In den Hütten
4. Wen Du schön wohnst
5. Heppo Hepp
6. Was ist aus dem Vipbereich geworden
7. Warum zieht’s mich nur so runter
8. Böse Möbelstücke
9. So neu
10. Schwul Dich an
11. Mein König
12. Why da sun

BONUS TRACKS
13. Pop Song
14. Interview mit Roman Herzog
15. Gelber Sack
16. Ich mach Dir die Frisur kaputt
17. Jenseits von Eden

…und ewig schreit die FDP!

Aus gegebenem Anlass noch mal ein Eintrag zu einem akustischem Thema:

Kürzlich hörte ich im BR einen FDP-Sprecher (Name unbekannt). Es ging wohl irgendwie darum, was man (FDP) in Bayern alles plane, nun da man endlich wieder ein paar Posten ergattert die Regierung endlich kontrastreicher gestalten könne.

Der Punkt ist aber der: Der FDP-Sprecher war gar kein Sprecher, sondern ein Schreier! Er brüllte in sein Mikrofon wie weiland King Kong, dass die Membran nur so wackelte. Hatte ihm niemand gesagt, dass man eine moderne Verstärkeranlage nicht anschreien muss? Man kann da nämlich ganz normal was reinsagen und die Anlage machts dann lauter. Dafür ist sie ja da. Ausserdem nannte er die Hörer „Liebe Freunde“ – und seine Freunde schreit man doch nicht an! Oder, Herr FDP?

Naja, die kleine Furzpartei der Besserverdienenden FDP ist ja noch neu in der großen Politik oder der Herr kommt wohl noch aus einer Zeit als man mit miesen Megaphonen oder auschließlich mit der Urkraft der eigenen Kehle arbeiten musste. Mit ihrem Retro-Schrei-Style ist die Partei der Mehrheitsbeschaffer FDP aber auch nicht allein: Besonders auf diesen skurilen linken Kundgebungen wird immer wieder gern in Mikrofone gebrüllt, als wären sie taub: „WIIR PFO-HORDERN MEAAAH…:“

wir fordern mehr ruhe.

Oder ist die Kluft zwischen Politikern und Stimmvieh uns mündigen Bürgern wirklich so groß, dass sie nur noch durch Geschrei überwunden werden kann?

P.S.: Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Es gibt auch nette FDP-Leute.
Vermutlich.

Träumst Du in Stereo?

Auf die Frage bin ich gekommen, als C. mir erzählte, sie würde in ihren Träumen nicht richtig etwas hören, höchstens so eine Ahnung von Sound und ob das bei mir auch so sei.

Nein, sag ich, ich höre eigentlich immer ziemlich viel: Sprache, Hintergrundgeräusche, Musik-Score und Source Music – wobei ich aber auch in Kamerapositionen und -fahrten träume, manchmal desaturiert, manchmal mit Farbfilter – zu viel Kino. Manchmal träume ich sogar in Scope, denke aber, dass es eher ein abgekaschtes Vollbild ist. Blöd halt, dass man sich nach dem Aufwachen nicht 100% sicher sein kann, was man wirklich geträumt hat und was das Gehirn beim aufwachen dazudichtet.

Doch zurück zum Sound!

In dieser Nacht versuchte ich besonders auf den Klang zu achten: Kein Problem: Es beginnt bereits im frühen Halbschlaf mit einer Sequenz an einem Schiesstand, die mit rhythmischer Musik unterlegt ist. Eindeutig Score. Ein bischen Miami-Vice, 80er, aber mit mehr Gitarre. Und die Kamera macht eine typische Paralellfahrt von rechts nach links.

Später kommts dann ganz dicke: Ich träume – wie bestellt! – von einem Trommel-Wettbewerb! Bauernjungs aus ganz Mittelfranken treten in einer Turnhalle zum Dauertrommeln an („They Shoot Horses, don’t they“?). Und dabei geht’s eindeutig ab: Ein (mir nicht bekannter) schneller Metal-Track (erinnert etwas an ‘Rage’) gibt das Tempo vor, den Drumpart füllen die Bauernbuben ein. Die Sequenz ist schnell vorbei und dann geht es an den detektivischen Teil, weil ein Vater seinen Sohn vor dem Contest hungern hat lassen um ihn aggressiver zu machen und wir den schuldigen stellen müssen…aber egal.

Der Sound war jedenfalls da… in einer okayen Qualität, wenn auch etwas dumpf/bassig. Leider fällt mir erst beim Aufwachen die entscheidende Frage ein: „War es Stereo? 5.1? Dolby?“. Blöd – ich hatte nicht darauf geachtet.

Im Nachhinein würde ich sagen, es war ein Surround-System, das aber einen Mono-Klang abspielte. Will heissen: Das selbe aus allen Richtungen. Ob man das beeinflussen kann? Die Klangqualität des Hirns neu verkabeln?

Leider sagt selbst die allwissende Müllhalde des Internets erschreckend wenig über die Soundkonfiguration von Träumen. Ich werde aber versuchen, demnächst von einer typischen Stereo-Situation zu träumen: Dem Rand einer Autobahn, ein Tennisspiel… weil Mono schlafen… das fällt mir ja nicht im Traum ein!

Marcel ärgert sich

„Wer gut und schlecht unterscheiden kann bekommt Schwierigkeiten“
-Frank Zappa.

Dass die intellektuelle Qualität des Fernsehprogrammes nicht immer so dolle ist, das mag keine bahnbrechende Erkenntnis sein – trotzdem ist es immer mal wieder schön, wenn einer dieser Tatsache nicht nur im stillen Kämmerchen gedenkt, sondern sie den TV-Gewaltigen auch noch öffentlich vor den Latz knallt.

Mit dem Recht des 88-jährigen trifft da einer die etwas altmodische Unterscheidung zwischen „E“ und „U“, Bohlen und Brecht, Kunst und Pfuideifi. Ich find’s cool, auch wenn meine Glotze schon lange auf dem Speicher rumstaubt – oder gerade deswegen? Ich bin so herrlich unbetroffen. Einmal ausnahmsweise nicht beim Prekariat!

Ein anspruchsvolles TV-Programm… hm… gab es das jemals? War es das damals, als noch Damen ohne Unterleib Sendungen mit herrischem Kommentar ansagten? Als Fernsehen noch Staatssache war, Staatsmeinung vertrat? Nee, also irgendwie wein ich solchem Oldschool-Fernsehen keine Träne nach (höchstens den ‘Western von Gestern). Ich denke damals waren Hellas Torten und Hugos Früchten genau das, was das Deutsche TV brauchte.

Was braucht es heute?

Gibt es irgendwas, was mich dazu bringen könnte, die Glotze wieder in die Wohnung zu stellen? Überleg: Ich brauch keine Historienschinken über Gustlov, Mauer, Flut und Nibelungen, keine „Sofie Braut Wieder Willen“, „DSDS“, „GZSZ“ oder „Gülcans Traumhochzeit“, auch keine Spielfilme mit Werbeunterbrechung, kein casual watching – und ehrlich gesagt auch kein „Literarisches Quartett“.

Was ich gut finde ist Sponge Bob. „Genial Daneben“. Arte natürlich.Aber das reicht nicht.

Allein schon das Grundkonzept, zu WARTEN BIS EINE SENDUNG BEGINNT ist mir viel zu archaisch. Dann lieber DVDs und youtube-Häppchen, wann ich Zeit und Bock hab.

Also komme ich zu dem Schluss: Schafft das Fernsehen ab.

Vielleicht kriegt dann die Zeitung wieder mehr Leser.

Naja, glaub ich ja selber nicht. Da schau ich dann lieber noch dieses Häppchen, welches eigentlich die positive Seite dieses Abends zeigt – „Dass ein unterhaltsamer Mensch auch ein geistvoller Mensch sein kann“. Ich glaub Gottschalk meint das ehrlich.

Und vielleicht gilt ja was für die Menschen gilt auch für ihre Schöpfungen?

In die Ferne sehen.

Dinge, die sich ändern

Es war ein mal ein kleines Land,
in dem die Leute glaubten,
sie hätten die Ewigkeit erfunden.

Sie waren sehr glücklich, denn
ihre Ewigkeit war weiß und blau
wie die Klöster, wie die Berge.

Und wobei auch immer
ganz vornedran und doch
auch recht nah am Menschen

und eines Tages zu Ende,
Einfach so.
Die Leute schlugen ein Kreuz.

So lange war klar gewesen:
Nichts ändert sich.
Geborgenheit!

Nun schien es so zu sein:
Alles kann sich ändern.
Sogar der Glaube

hört auf naiv zu sein.
ist kürzer besser
Nichts ist mehr

Sicher

(Wobei ich noch sagen muss, dass es mir eine Ehre war, mit Beckstein verkehrtrum durch die Einbahnstraße zu fahren)

Dinge, die sich nie ändern…

Morgen ist ja wieder Landtagswahl  – und es gibt ja tatsächlich einige Leute, die behaupten, die CSU könnte diesmal verlieren!

Wobei „verlieren“ in dem Zusammenhang ja nur bedeutet „nicht mehr als 50% aller Stimmen bekommen“. Also nicht so richtiges Verlieren.
So richtig verlieren tut in Bayern nur die SPD.

Aber hey: ich glaub nicht mal das. Ein Bayern ohne CSU-Allmacht? Das wäre ja wie Katholen ohne Papst, Computer ohne Microsoft oder Funkenflug ohne Danilo!

Selbst wenn irgendwann mal – also nicht morgen, aber vielleicht in 1000 Jahren, wenn die Grünen stark genug sind um mit den Freien zusammen die Mehrheit in Bayern zu stellen – jemand anders regieren würde, würde man die Partei vermutlich aus Gewohnheit auch CSU nennen.

So wie man den Euro in D-Mark-Preise rückrechnet.

Oder wie Gerhard Polt sagt:

„Des koa doch ned so waida geh!
Do muss sich do amoi wos ändan!
Und deshoib – - wähl I a diesmoi wiada die CSU!“

So isses. Da kann Beckstein noch so komische Sachen sagen – ich hätts ihm ja wirklich gegönnt, dass er ein besserer Ministerpräsident wird, immerhin kommt er ja aus Franken – aber das mit den 2 Maß war schon ein herber Schlag ins Gesicht aller, die jemals wen durch einen besoffenen Autofahrer verloren haben.
Nicht clever. (Und das sparige Zurückrudern mit dem ’schlecht eingschenkt’ auch nicht.). So was kann sich ein Dorfpolitiker leisten, der weiss, dass es in seinem Ort mehr Bierdimpfl als Autos gibt – aber ein ‘Landesvater“?

Naja. Man darf gespannt sein. Und drei Kreuze machen. Oder vier. Weil Bezirkstagswahl ist ja auch.

Übrigens: Mir ist gestern überrascht aufgefallen, dass ich schon lange keine Preise mehr in DM zurückrechne. Wär ja auch blöd.

Wir haben ja den Euro.

3 Days in Manoland – Unsortiertes zum Magic Circle Festival

KOMMUNIKATION I

Joey de Majo: What is the fuckin’ greatest Metal-Festival in the World?

Publikum (skandiert): WA-CKEN! WA -CKEN! WA-CKEN!

Sign of the Hammer

True: Sign of the Hammer

THOR I

Wenn Thor so groß ist, dass er
aus den Wolken Blitze schleudern kann,
Warum hat dann noch niemand
Seine Füße gesehen?

ODIN I

Darf ein Einäugiger mit eingeschränktem Gesichtsfeld
und fehlender Tiefenwahrnehmung
eigentlich Auto fahren?
Oder nur wenn Munin und Hugin als Begleitpersonen dabei sind?

KOMMUNIKATION II

Joey de Majo: What is the fuckin’ greatest Metal-Festival in the World??

Publikum (skandiert) DAS-KANN-MAN-NICHT-SO-PAUSCHAL-BE-ANT-WOR-TEN! BITTE-FORMULIERE-DIE-FRAGE-PRÄZISER-OH-METAL-KING!

Sign of the Hummer

False: Sign of the Hummer

SCHICHTWECHSEL

Drei Jahrtausende hatte Björn mit seinen Vätern und VorVorVätern in Walhalla gezecht, als ihm plötzlich eine Hand von hinten auf die Schulter tippte: „Schichtwechsel. Ich tät dann ganz gern mal kassiern“.

KOMMUNIKATION III

Joey de Majo: What is the fuckin’ greatest Metal-Festival in the World???

Publikum (schreit) „Yeah!“ (damit sie endlich weiter spielen).

GENRES

Beim Lesen des Gratis-Metal-Hammer stellen wir fest,
dass es ganz viele neue Untergenres gibt,
Sludge Metal, Math Core…
Beim Hören der Gratis-CD stellen wir fest,
dass das alles genauso klingt,
wie das was man früher schlicht „Teufelsgerülpse“ nannte.

KOMMUNIKATION IV

Joey de Mayonese: „You are all Brothers! And you are all wearing a Uniform! And that Uniform makes you part of one great body! The Uniform is the Name ‘MANOWAR’ on your chest.“

False.

True: Nur einer der Leute hier ist mein Bruder.

Und auf seinem T-Shirt steht nicht „Manowar“, sondern „Motörhead“.

Richtig müsste der Satz also heissen: „Most of you are brothers, wearing our Uniform. Except the Romir-Brothers. I think they are…

THOR II

Als Johannes M. an diesem Morgen in seinen
kleinen, blauen Peugeot stieg
hätte er sich nie träumen lassen,
dass er heute die alte Menschheitsfrage lösen würde
wo Thor seine großen Füße abstellt.

ODIN II

Und er fährt doch!
[OD-IN 8xx] verlässt vor uns das Camping-Gelände!!
Wir wollen ihm nach Walhalla folgen!!!
Doch er fährt nach Paderborn.

Finale – oh oh …

…mein Bruder und ich stehen mittendrinn am Plärrer…

Feier am Plärrer

…und diskutieren über die Darstellung des Masochismus in „Lawrence of Arabia“, die Definition des Guten bei Plato, ob Klavierspielen ein Shadowrun-Talent sein sollte und ob der Hl. Augustinus heute noch einen Job bei der katholischen Kirche kriegen würde.

Ja, ich denke wir sind Nerds.

Und das ist auch gut so.

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