Cassandra rennt wieder

Nun isses wieder soweit: Nürnbergs liebste Runnerin ist wieder unterwegs durch die Stadt der Zukunft.

“Cassandras Run 6 – Rauschgold” ist online – und ich darf wieder als Stimme von “Sul” dabei sein. Eine Neuigkeit gibt es auch: Diesmal wird komplett übers Netz gespielt. Für jede Entscheidung hat man 72 Stunden Zeit, dann wird der nächste Teil eingestellt.

Also fleissig reinklicken und Spaß haben!

Eleos & PhoboZ: Hinter den Kulissen von “SCANES!S”

“Du musst es dreimal läuten lassen! Wenn Du vorher rangehst kappt das Telefon die Verbindung!”, spricht Stef und verschwindet hinterm Mischpult. Willkommen in der wundersamen Welt von Radio Z, wo im Studio Bier getrunken werden darf, kein einziger Kopfhörer wirklich funktioniert und es nebenan in der Redaktion knarrzt als würden zwei Leute heftig… egal.

Es ist Cassandra’s Run und wir sind alle in Hochstimmung. “Scanesis” läuft heute abend und wie immer waren die guten Vorsätze (“Diesmal werden wir eine Woche vorher mit Mischen fertig!”) Pipifax und die Spiel-CDs kommen noch ofenfrisch aus der Presse. Selbst von uns fünf wissen nur drei ungefähr, wie das Hörspiel diesmal klingt.

Nämlich: Saugut. Auf jedem erdenklichen Weg gibt es Highlights, vor allem Donn ist wiedermal ein Spaßgarant vom Feinsten. Wie auch immer sich die BrainZ entscheiden – es wird rocken!

Inzwischen ist 21.00 Uhr durch und der erste Track läuft. Gerade segnet Marla das zeitliche, als eine völlig aufgebrachte Cassandra ins Studio stürmt: “Mehr Zugriffe auf die Live-Streams als jemals in der Z-Geschichte!” Super! “Nein! Zu viele! Alle Streams sind down!” Shit. Und das ist erst der Anfang: Minuten später geben auch unsere beiden Pages cassandrasrun und norcontra den digitalen Löffel ab.  Was tun? Nix. Show must go on. Zumindest für die Hörer die uns empfangen. Und das sind eine ganze Menge!

Bei der ersten Entscheidung läuft das Telefon heiß – und auch die Mails fliessen reichlich. Der hochgelobte Mr. G hat schnell etwas gebastelt, was ich nicht verstehe, was aber hilft, dass doch noch n paar über Internet mithören können.

Und dann die nächste Hürde: Für die Möglichkeiten Pegnitzgrund und Marienbergpark steht es auf die Stimme genau 50:50. Was nun? Solln wir im Team abstimmen? Quatsch – dann könnten wir ja gleich einen Weg vorproduzieren. Zum Glück steht noch eine echte Hörerin im Studio und wendet das Blatt hin zu den Stadtnomaden.

Von da ab fallen die Entscheidungen eindeutiger aus: Verhandeln, Code geknackt, Sprengen. Nach 2 Stunden knallt dann der Sektkorken: Cass und Co. sind im Trockenen, trotz der Technikpannen war es ein guter Run, auch wenn ich persönlich das Requiem von Wolfgang und Sonja schon sehr vermisse und die Szene mit…. *hüstel*. Aber so ist es halt: Wenn jeder Weg es Wert ist gehört zu werden, dann ist es auch um jeden Schade, der nicht dran kommt.

Jetzt wird erst mal gefreut, mit dem Provider telefoniert, der unsere Pages auf dickere Server umgezogen hat und im Stillen allen gedankt, die das Abenteuer CassRun nun schon seit 8 Jahren miterleben und gestalten! Auf Wiederhören in der Zukunft!

P.S.: Es ist egal wie oft das Telefon klingelt. Nur das Licht darf nicht an sein, wenn man rangeht. So ist das beim einzig wahren Radio Z!

3x werden wir noch wach…

Cassandras Run 5

Cassandra's Run 5

Cassandra trifft den letzten Detektiv

“Heute wird Radiogeschichte geschrieben” behauptete unser erster Cassandra’s Run Promo reichlich großmäulig im Jahr 2000.

Was damals noch reine Angabe war, ist jetzt acht Jahre später Realität. Das Team von “Cassandra’s Run” darf zumindest dabei sein, wenn wirklich Radiogeschichte geschrieben wird.

In Hamburg werden nämlich zur Zeit die finalen beiden Folgen jener legendären SF-Hörspielserie produziert, die wir alle in den 80ern verschlungen haben (und ohne die wir wohl auch nie CassRun produziert hätten): “Jonas oder der letzte Detektiv“).

Ein (vermutlich) letztes mal wird nun das Team um Autor Michael Koser und die Hauptsprecher Bodo Primus (Jonas) und Peer Augustinski (Computer Sam) zusammenkommen um die Abenteuer aus der Zukunft zu erzählen – produziert von der Hamburger Anwaltskanzlei Bahr, die bereits das Hörspiel “Das Canossa Virus” mit Bodo Primus realisiert hat.

Ob man sich beim Bayerischen Rundfunk wohl in den Hintern beisst, dass die Legende nach Hamburg ziehen musste um ein würdiges Ende zu finden? Ob es ihnen ganz recht und BILLIG ist? Oder wurscht?

Für uns ist es jedenfalls genial – denn nur so ist es denkbar, dass das CassRun Team die Einladung bekam kleine Cameo-Rollen zu sprechen. Die werden sich wohl – wir haben natürlich das hochgeheime Skript nicht gesehen – auf etwas in der Größenordnung von “Mann #3″ belaufen, die gewöhnlich so unvergessliche Hörspielsätze wie “Halt! Stehenbleiben! Aargh!” absondern. Aber wenn es um “Jonas” geht fragt man nicht “Warum” oder “Wieviel” – man fragt: “Wann” und “Wo”

Richtig glauben werd ichs wohl erst, wenn ich das fertige Werk dann hier hören werde – denn die letzten beiden Folgen werden (ganz Cassandra-Style!) kostenlos im Netz zu haben sein.

Darüber sollte man beim BR dann doch mal n bischen nachdenken.

Cassandra im Kasten: CR5-Besetzung

Nach vielen Vor- und Nachmittagen im Studio sind nun endlich alle Hauptsprecher für Cassandra’s Run 5 “Scanesis” aufgenommen. Über den Inhalt wird hier natürlich nichts verraten, aber man kann sagen, dass es durch die Bank sehr angenehme Aufnahmen waren – wie immer mit einer gesunden Mischung aus Radiosprechern und Schauspielern.

Besonders freut es mich, dass meine beiden Hauptdarsteller aus dem Voodoo-Hörspiel Barbara und Andy nun auch ihren Weg in die Cassandra Saga gefunden und sich in ihren Rollen sehr wohl gefühlt haben.

Ein weiterer talentierter Neuzugang ist Marco Steeger, der nicht nur die Frauenherzen sondern auch die Pegelmesser höher schlagen lässt und gar nicht mehr aus dem Studio zu kriegen war, bis er noch 500 Nebenrollen zusätzlich eingesprochen hatte. Was dank seiner flexiblen Stimme auch sehr gut funktionierte.

Als sichere Bank und low maintenance person vom feinsten erwies sich erneut Hein Hart – der brachte sich sogar seinen eigenen Kaffé mit, um dann ordentlich als Donn vom Leder zu ziehen.

Natürlich werden auch bewährte CR-Residents wie Jule, Tommy oder Konni mit dabei sein – und dazu kommen noch ein paar handfeste Überraschungen sprachlicher und musikalischerseits.

Also freut euch schon auf den Dezember und das Wiederhören mit Cassandra & Co.

Chilly mit Paprika: Das CR-Schreibwochenende

Von aussen sieht dieses geniale Häuschen erst mal nicht nach “Dark Future” aus. Aber in den letzten vier Tagen waren hier die 5 Laptops von hör-q-nst aufgebaut, für ein ebenso spaßiges, wie effektives langes Schreibwochenende. Neben dem Einverleiben eines Riesentopfes Chilly, diverser Spezialitäten (“fränkisches Schnitzel”), hunderten von “South Park”-Folgen, diverser Filme (vom auch beim zweitenmal absolut inspirierenden “Paprika” über den witzigen “Pick of Destiny” bis hin zu “Goth (weder lustig, noch inspirierend).

Und folgendes bringen wir mit nach Hause: Ein praktisch fertiges Skript für CassRun 5, 30 Minuten Rohmix Ulun Ibahn, ein Rohmix für den 2. Dreiminüter, ein Konzept für ein zweites Livestück, sowie eine Reihe weiterer kleiner Überraschungen.

Also, freut euch drauf!

Cassandras Run 5: Schreibwinter

Es ist mal wieder soweit: Die Fünf Hörspiel-Helden von Cassandras’ Run ziehen sich ein paar Tage zurück um an dem hier weiterzuarbeiten. Beim letzten mal haben wir ja bereits ein halbes Skript geworfen und hoffen diesmal die andere Hälfte dazuzustellen. Und falls noch etwas Zeit bleibt, werd ich nebenher noch die erste Demo-Schnitt-Version von “Ulun Ibahn” fertig machen.

Um auch wirklich ungestört zu sein haben wir eine einsame Blockhütte, mitten in einem tiefen, dunklen Wald gemietet. Die Einwohner des naheglegenen Dorfes behaupten, dort drinnen würde es spuken. Aber das ist natürlich Unsinn. Die Alte Dame am Telefon klang jedenfalls sehr nett, wenn auch etwas erkältet. Sie sagte es wird Kuchen geben.

Also denn, bis demnächst!

Hören und sehen – die Produktion zwischen den Jahren

Nicht schlecht, was die kreative Produktion angeht, braucht sich die erste Woche in 2008 nicht verstecken – es wurde einiges auf den Weg gebracht! Ich hab…

  • Zwei Segmente des “Lobo”-Films für das Jubiläum des Jugendfilmfestivals gedreht.
  • Einen neuen Dreiminüter mit Ruth aufgenommen.
  • Etwa die Hälfte der Sprachaufnahmen für die Voodoo-Insel im Kasten
  • Jeweils eine Demo-Version vom ersten und zweiten Akt der Voodoo-Story gemischt.
  • Endlich den “Willy Blau”-Trailer gemischt

Gerade letzer war ein Riesenact: Aus lauter unspektakulär, unbeweglichem Rohmaterial (Wir bei der Lesung an unseren Pulten) einen hollywoodartigen, dynamischen Trailer zu basteln war für mich vermutlich die größte Filmschnitt-Herausforderung seit “Robin Hood”. Und der war immerhin schon 1992.

Da ist es auch zu verschmerzen, dass Sylvester nur aus Kopf zum Fenster drehen, kurz Raketen gucken, dann wieder auf den Bildschirm schauen bestand.

Ausserdem bin ich sogar mal wieder dazu gekommen ein Buch zu lesen – wenn auch nur 10 Seiten und dutzende von Filmanfängen in meiner neuen Rubrik zu sortieren. Und diese Woche werd ich noch ein weiteres Lobo-Filmsegment drehen.

Wenn das so weiter geht erreiche noch Fassbinder-Tempo. Allerdings ruft nun auch wieder das journalistische Tagesgeschäft mit seinen nörgelnde nNachbarn, wahlwütigen Politikern und sonstigen Individuen, die unbedingt in die Noris Neuigkeiten wollen. Mal sehen wie lang die guten Vorsätze (Weniger !! Mehr !!) halten.

Cities of Steel: CassRun Live im Pott

Wieder einmal ist “Willy Blau” auf Tour – diesmal im Ruhrpott. Genauer gesagt in Oberhausen. Anders als der Name vermuten lässt – bei uns in der Gegend sind Orte mit “Hausen” meist Dörfer – ist Oberhausen richtig groß: “Der drittgrößte Ballungsraum Europas nach Athen und Nürnberg-Fürth-Erlangen” und hat sogar eine Art “Euro-Disney”, die “Promenade” auf der zwischen Multiplex und Einkaufszentrem ein Fresstempel neben dem nächsten steht.

Zuerst mal müssen wir uns aber an das schnelle Tempo der Leute hier gewöhnen: “Wasihrseidschonda?Wiesoseidihrzudritt?Ichdachtedakommennurzwei?
Namachtnixkeinproblemeuerzimmeristschonfertig!Waspinkelnwolltihrwieso?” Doch selbst nach 7 Stunden im Stau antworten wir auf eine solch furiose Begrüßung mit einem fränkisch abgeklärten: “Hä, was?”
Jedenfalls ist der Ruhrpott als Gegend, deren Nationalgericht eine Wurst ist schon sehr sympathisch. Und ein Currywurstbuffet hab ich vorher auch noch nirgends gesehen.

Was wir – im Gegensatz zur Wurst – an den zwei Tagen allerdings nicht ganz kapieren, ist das Verhältnis der vielen Pott-Städte zueinander: Auf der einen Seite sehen sie sich alle als “Das Ruhrgebiet” auf der anderen scheint sie eine Hassliebe wie bei Nürnberg-Fürth zu verbinden: In Oberhausen hören wir Sprüche wie “Geh ned nach Bottrop, da kriegst was oppn Kopp” oder “Was wollt ihr denn in DUISBURG?”. Den Duisburgern dagegen scheint Oberhausen soweit weg zu sein wie uns München.

In Duisburg schauen wir uns übrigens eine spektakuläre Attraktion an: Eine stillgelegte Stahlfabrik.

Das sieht ein bischen aus, als könne man in einem Giger-Gemälde herumlaufen pott.jpgpott2.jpgpott3.jpg

Fast nicht vorzustellen, dass das mal für jemand der ganz normale Arbeitsplatz war.

Die Show selbst läuft super: Barbara klingt als Computerstimme wirklich genau wie Jule und das Publikum ist diesmal nicht zehn Meter weit entfernt zwischen Fontänen, sondern einen halben Meter vor unseren Füßen (“Wohnzimmertheater”). Und auch die Abstimmungen fallen ganz erstaunlich aus: Statt ultraknapper Kampfergebnisse sind sich die Leute immer zu 99% einig! Das wird uns nachher noch erklärt:

Klar, als alte Stahlstadt wollen sie den Stahlschneider mitnehmen, als Bergwerksgebiet wählen sie natürlich den Weg unter Tage und die Frage, ob man das Ding bis zum Ende durchzieht, ist keine: Dem Kumpel muss geholfen werden. Selbst wenn er aus Duisburg oder Bottrop kommt.

Cassandras Run 5: Schreibherbst

So, da sind wir wieder. Die vier Tage in Kursberg waren wirklich äußerst effektiv: Wir haben nicht nur bahnbrechende Entdeckungen gemacht (Etwa, dass es fränkische Dorfwirtschaften gibt, die NUR Tucher ausschenken – WTF?) sondern auch fast 50 Seiten CR 5 mitgebracht.

Der neue Teil (Arbeitstitel “Scanesis”) wird direkt an “Schratherbst” anschliessen und natürlich noch spannender, toller und besser werden als alles zuvor. Sieht gut aus. Hummel hat auch gleich ein “Making Of” produziert, das ihr demnächst auf der Cass-Page finden werdet.

Auch beim Voodoo-Ding bin ich dank Kursberg jetzt schon fast fettich. Naja. Schon ist gut.

(vlnr): Dr. 4 Auge, Sul, Ein Kampfroboter, Cass, Ein Lila Karpfen

Demnächst gibts hier evtl. noch das eine oder andere Foto vom Schreibherbst – oder eben direkt auf www.cassandrasrun.de

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