“Du musst es dreimal läuten lassen! Wenn Du vorher rangehst kappt das Telefon die Verbindung!”, spricht Stef und verschwindet hinterm Mischpult. Willkommen in der wundersamen Welt von Radio Z, wo im Studio Bier getrunken werden darf, kein einziger Kopfhörer wirklich funktioniert und es nebenan in der Redaktion knarrzt als würden zwei Leute heftig… egal.
Es ist Cassandra’s Run und wir sind alle in Hochstimmung. “Scanesis” läuft heute abend und wie immer waren die guten Vorsätze (“Diesmal werden wir eine Woche vorher mit Mischen fertig!”) Pipifax und die Spiel-CDs kommen noch ofenfrisch aus der Presse. Selbst von uns fünf wissen nur drei ungefähr, wie das Hörspiel diesmal klingt.
Nämlich: Saugut. Auf jedem erdenklichen Weg gibt es Highlights, vor allem Donn ist wiedermal ein Spaßgarant vom Feinsten. Wie auch immer sich die BrainZ entscheiden – es wird rocken!
Inzwischen ist 21.00 Uhr durch und der erste Track läuft. Gerade segnet Marla das zeitliche, als eine völlig aufgebrachte Cassandra ins Studio stürmt: “Mehr Zugriffe auf die Live-Streams als jemals in der Z-Geschichte!” Super! “Nein! Zu viele! Alle Streams sind down!” Shit. Und das ist erst der Anfang: Minuten später geben auch unsere beiden Pages cassandrasrun und norcontra den digitalen Löffel ab. Was tun? Nix. Show must go on. Zumindest für die Hörer die uns empfangen. Und das sind eine ganze Menge!
Bei der ersten Entscheidung läuft das Telefon heiß – und auch die Mails fliessen reichlich. Der hochgelobte Mr. G hat schnell etwas gebastelt, was ich nicht verstehe, was aber hilft, dass doch noch n paar über Internet mithören können.
Und dann die nächste Hürde: Für die Möglichkeiten Pegnitzgrund und Marienbergpark steht es auf die Stimme genau 50:50. Was nun? Solln wir im Team abstimmen? Quatsch – dann könnten wir ja gleich einen Weg vorproduzieren. Zum Glück steht noch eine echte Hörerin im Studio und wendet das Blatt hin zu den Stadtnomaden.
Von da ab fallen die Entscheidungen eindeutiger aus: Verhandeln, Code geknackt, Sprengen. Nach 2 Stunden knallt dann der Sektkorken: Cass und Co. sind im Trockenen, trotz der Technikpannen war es ein guter Run, auch wenn ich persönlich das Requiem von Wolfgang und Sonja schon sehr vermisse und die Szene mit…. *hüstel*. Aber so ist es halt: Wenn jeder Weg es Wert ist gehört zu werden, dann ist es auch um jeden Schade, der nicht dran kommt.
Jetzt wird erst mal gefreut, mit dem Provider telefoniert, der unsere Pages auf dickere Server umgezogen hat und im Stillen allen gedankt, die das Abenteuer CassRun nun schon seit 8 Jahren miterleben und gestalten! Auf Wiederhören in der Zukunft!
P.S.: Es ist egal wie oft das Telefon klingelt. Nur das Licht darf nicht an sein, wenn man rangeht. So ist das beim einzig wahren Radio Z!