26 August, 2008 um 7:34 (Cassandra's Run)
„Heute wird Radiogeschichte geschrieben“ behauptete unser erster Cassandra’s Run Promo reichlich großmäulig im Jahr 2000.
Was damals noch reine Angabe war, ist jetzt acht Jahre später Realität. Das Team von „Cassandra’s Run“ darf zumindest dabei sein, wenn wirklich Radiogeschichte geschrieben wird.
In Hamburg werden nämlich zur Zeit die finalen beiden Folgen jener legendären SF-Hörspielserie produziert, die wir alle in den 80ern verschlungen haben (und ohne die wir wohl auch nie CassRun produziert hätten): „Jonas oder der letzte Detektiv„).
Ein (vermutlich) letztes mal wird nun das Team um Autor Michael Koser und die Hauptsprecher Bodo Primus (Jonas) und Peer Augustinski (Computer Sam) zusammenkommen um die Abenteuer aus der Zukunft zu erzählen – produziert von der Hamburger Anwaltskanzlei Bahr, die bereits das Hörspiel „Das Canossa Virus“ mit Bodo Primus realisiert hat.
Ob man sich beim Bayerischen Rundfunk wohl in den Hintern beisst, dass die Legende nach Hamburg ziehen musste um ein würdiges Ende zu finden? Ob es ihnen ganz recht und BILLIG ist? Oder wurscht?
Für uns ist es jedenfalls genial – denn nur so ist es denkbar, dass das CassRun Team die Einladung bekam kleine Cameo-Rollen zu sprechen. Die werden sich wohl – wir haben natürlich das hochgeheime Skript nicht gesehen – auf etwas in der Größenordnung von „Mann #3″ belaufen, die gewöhnlich so unvergessliche Hörspielsätze wie „Halt! Stehenbleiben! Aargh!“ absondern. Aber wenn es um „Jonas“ geht fragt man nicht „Warum“ oder „Wieviel“ – man fragt: „Wann“ und „Wo“
Richtig glauben werd ichs wohl erst, wenn ich das fertige Werk dann hier hören werde – denn die letzten beiden Folgen werden (ganz Cassandra-Style!) kostenlos im Netz zu haben sein.
Darüber sollte man beim BR dann doch mal n bischen nachdenken.
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14 August, 2008 um 12:27 (Film)
Juhu Jet Li! Nur -warum verwandelt er sich in ein CGI-Monster? Warum kämpft er nicht? Hey – ist das nicht die Frau aus History of Violence? Und wer ist der Typ der aussieht wie Markus Söder? Der Sohn von dem der aussieht wie Christian-Schulze Kalthoff?? Hä??
Na ich geb’s ja zu die meiste Zeit in „Die Muuuuuhmie3“ hab ich wieder geschlafen und nur wenig mitbekommen, aber immer wenn ich geguckt hab war irgendeine sparige Computergrafik oder Familiengelaber unter Comic-Figuren.
Immerhin gabs am Ende eine nette Schlacht mit Untoten und einen Mini-Kurzen Kampf zwischen Jet Li und Michelle Yeoh. Und einen netten gezeichneten Abspann – der die Frage stellt, ob das ganze als Anime nicht viel stilvoller gewesen wäre.
WERTUNG: 4
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10 August, 2008 um 11:32 (Cassandra's Run)
Nach vielen Vor- und Nachmittagen im Studio sind nun endlich alle Hauptsprecher für Cassandra’s Run 5 „Scanesis“ aufgenommen. Über den Inhalt wird hier natürlich nichts verraten, aber man kann sagen, dass es durch die Bank sehr angenehme Aufnahmen waren – wie immer mit einer gesunden Mischung aus Radiosprechern und Schauspielern.
Besonders freut es mich, dass meine beiden Hauptdarsteller aus dem Voodoo-Hörspiel Barbara und Andy nun auch ihren Weg in die Cassandra Saga gefunden und sich in ihren Rollen sehr wohl gefühlt haben.
Ein weiterer talentierter Neuzugang ist Marco Steeger, der nicht nur die Frauenherzen sondern auch die Pegelmesser höher schlagen lässt und gar nicht mehr aus dem Studio zu kriegen war, bis er noch 500 Nebenrollen zusätzlich eingesprochen hatte. Was dank seiner flexiblen Stimme auch sehr gut funktionierte.
Als sichere Bank und low maintenance person vom feinsten erwies sich erneut Hein Hart – der brachte sich sogar seinen eigenen Kaffé mit, um dann ordentlich als Donn vom Leder zu ziehen.
Natürlich werden auch bewährte CR-Residents wie Jule, Tommy oder Konni mit dabei sein – und dazu kommen noch ein paar handfeste Überraschungen sprachlicher und musikalischerseits.
Also freut euch schon auf den Dezember und das Wiederhören mit Cassandra & Co.
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7 August, 2008 um 8:07 (Film)
Das schöne an der Postmoderne ist ja, dass man sich als Zuschauer nicht mehr entscheiden muss zwischen „E“ und „U“, sondern beides mögen kann: Jet Li und Fel Li Ni, Ingmar Bergman und Jason Statham.
Als „Meisterwerk“ des letzteren gilt gemeinhin „Crank“ – ein Film der von der Prämisse her an Speed erinnert, nur mit einem Menschen statt mit einem Bus: Killer Chev Chelios (Statham) erwacht eines morgens mit rasenden Kopfschmerzen. Eine mit „Fuck You“ beschriftete DVD erzählt ihm die Geschichte dazu: Irgendeine Schweinebacke hat ihm ‘chinesisches Gift’ in die Adern gejagt, das seinen Adrenalin-Fluss blockiert. Die Folge: Sobald er sich ausruht stirbt er. Also macht Chev sich auf die Suche nach dem Gegenmittel, dem Täter und dem nächsten Adrenalinkick oder Drogenschub um sich wach zu halten. Eine hyperkinetische Abfolge von Schiessereien, Autojagden und Motorradfahrten ist die Folge.
Zuallererst überrascht mich, wie witzig „Crank“ ist. Dem Cover nach klingt es wie ein harter Actionfilm („Keine Jugendfreigabe“), allerdings ist alles so überdreht, dass es schon seine eigene Parodie ist. Nicht alle Gags zünden und manchmal wenn die Filmemacher etwas arg versuchen Tarantino zu sein (Einblendungen, Split-Screens, gewollt originelle Musikauswahl) merkt man halt doch, dass sie nicht Tarantino sind. Aber Spaß macht dieser irre Ritt allemal, gerade weil er in jeder Szene die lässig-lustige Haltung der Macher spüren lässt.
Noch ein Wort zur DVD. Auf anraten des Internets kaufe ich den kürzeren 85 Minuten Cut, da der „Extended Cut“ angeblich kaum unterschiedlich ist – nur etwas langsamer, was dem Film nicht gut tut. Ausserdem hat die Box ein schönes 3D-Cover und eine nette Überraschung: Auf der zweiten Disk (die stilecht mit einem Edding-“Fuck You“ beschriftet ist
) befinden sich nicht nur die auf der Hülle erwähnten Bonusmaterialien sondern auch – der ganze Film noch mal! Diesmal mit Audiokommentar! Oder besser Video-Kommentar! Denn in einem extra-Frame sieht man die Personen die erzählen oder Making-Of-Szenen! Tolle Idee! Kommt ja auch selten vor, dass einen eine Box so positiv überrascht.
Fazit: Ein netter Film für Freunde rabenschwarzer, blutiger Action-Komödien in toller Aufmachung. Nur wenn man eh schon Kopfweh hat sollte man lieber einen „E“-Film gucken.
WERTUNG: 2
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2 August, 2008 um 7:02 (Film)
…ach ja und der Hansi Würth is g’schdorm.“
Das bekommt man so beim Nachmittagskaffee serviert. In der Zeitung hatte ich die Meldung überlesen, was auch an der etwas lieblosen Überschrift „Eine Stimme für fränkische Belange“ gelegen haben kann. Wer liest schon sowas?
Obwohls natürlich stimmt: Franken klingt nach Hansi Würth.
Obwohl am Bodensee geboren schien er alles positive eines old-school-Franken zu verkörpern: Liebe zur Landschaft, zur Volksmusik, zur Brodworscht und zum Bier und natürlich zum ruhmreichen Glubb, wo er fast wöchentlich mit seinem Spezi Klaus Schamberger hinpilgerte.
Der wird es ihm verzeihen, wenn man Würth heimlich den „besseren Schamberger“ nannte, weil er die Texte des AZ-Kollegen mit noch mehr Schmackes als das Original selbst vortrug.

Die Stimme Frankens sagt jetzt nix mehr: Hansi Würth
In meiner kurzen Zeit beim BR hab ich mir viel von ihm abzuschauen versucht. Weniger von der Spreche her – da ich mehr auf Dialektflucht als auf sprachlicher Heimreise bin – aber von seiner Art „Chef“ zu sein. Ruhig, unaufgeregt, väterlich. Einer der nix beweisen muss. Und das ist gerade im Radio-Business leider nicht alltäglich. Wieder könnte man sagen: True Fränkisch, im besten Sinne.
„Zum Dogder isser nie ganga – erschd als er mussde“. Da war es dann schon zu spät. Krebs. Und das mit nur 63 Jahren. Ja glaabst des?
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