Ich bin in der Zeitung!

…was ja als Journalist eigentlich nichts besonderes ist. Aber diesmal bin ich nicht der Interviewer, sondern der Interviewte. Das ist ganz schön seltsam, weil man sich plötzlich kluge Antworten überlegen muss….

Jedenfalls ist der netten Kollegin hier ein schöner Artikel über die Aufnahmen zum aktuellen Voodoo-Hörspiel gelungen. Auch wenn das Foto nicht sehr realistisch ist – normalerweise stehen die Sprecher nämlich nicht mit dem Bobbers zum Techniker und auch der Herr hinterm Mischpult guckt nicht immer so dämlich. Hoffe ich. Aber das sind halt so die Details.

Wir haben jetzt schon unzählige Stunden im Studio verbracht und Stimmen aufgenommen, wobei Kai seine Rolle direkt aus Norwegen geschickt hat! Mensch, die moderne Technik – früher hätten wir uns das alles merken oder ein Buch schreiben müssen…hehe.

Hier jedenfalls die Zeitungsstory

Zurück ins Mädcheninternat!

So schnell kanns gehen – hatte ich doch die Premiere von „Klaras Schicksalsmelodie verpasst, so sieht es momentan so aus, dass ich bei der heutigen Wiederholung des interaktiven Internatskrimis auf afkMAX nicht nur als Techniker dabei bin, sondern überraschenderweise auch als Moderator, weil die eigentliche Sprecherin krank wurde. Dabei hab ich das Hörspiel noch nicht mal ganz gehört! Das klingt lustig. Start ist jedenfalls heute um 18 Uhr auf der 106.5 in N“ürnberg bzw. auf diesem Stream.

Also viel Spaß beim zuhören und mitraten!

Kino: Sanfte Räuber – „Die Rote Zora“

Haha! Was haben wir denn hier?
Einen „Goldhimmel-Film“, der versucht sich mit einem Trick durchzumogeln?!?!
Zwar endet die „Rote Zora“ von Peter Kahane ausnahmsweise nicht damit, dass sich die Himmel öffnen und ein goldenes Licht herabscheint – das liegt aber nur daran, dass die Öffnerei schon vor dem Vorspann stattgefunden hat und wir nun 90 Minuten lang sehen, wie die Adria-Sonne Glanzlichter auf Kinderfrisuren setzt, die genausowenig nach monatelangem Hausen und Hungern in Ruinen aussehen, wie die Kleider oder die Körper der adretten, wohlgenährten Bande.

Nee. Diese „Zora“ ist ziemlich plöt. Und sie hat auch keine so schmackige Titelmelodie wie die Serie.

WERTUNG: 4

Hier die Zeitungskritik

Dürer, Hitler, Flocke – drei im Weggla?

Mensch, wenn man sich den ganzen Rummel um unser Eisbärenmädchen ansieht muss man sich schon wundern: Wann war das letzte mal so viel fremde Presse in Nürnberg? Zu den Kriegsverbrecherprozessen? Oder gar zu den Reichsparteitagen?

Letztere liegen der Stadt ja immer noch im Magen. Klar: Das warn ja nicht wir, das waren nur zugereiste – Österreicher, Norddeutsche oder Bayern – die halt hier in der Stadt gefeiert haben, weil sie so schön ist.

Aber wurmen tut es uns doch, das Adi und seine Mannen das Bild unserer Stadt in der Welt über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Klar, es gab all die netten Versuche, sich als ‘Stadt der Menschenrechte’ neu zu definieren. Aber hey: Die entsprechenden Empfänge, Menschenrechtspreise, Kunstwerke lockten zusammen nicht so viel Presse nach Nürnberg wie ein kleines Eisbärchen.

Ob das weiße Fellknäuel weis, welche Last es trägt? Der berühmteste Nürnberger seit Dürer zu sein? Und der ist schon verdammt lange her! (O.k., Daniel Kübelböck ist auch semi-berühmt, aber der ist ja nicht von hier).

Also Bärchi, bleib noch lange knuddelig und polier das Image von Nürnberg auf! Und wenn dann doch einer wieder mit Hitler kommt, dann zeig ihm die Zähne, du Raubtier!

Kino: „Madonnen“

„Madonnen“ von Maria Speth (2007)

Recht quälendes Portrait der 20-Jährigen Rita mit ihren fünf Kindern und ihren wechselnden Männern, das ein paar Rollenklischees auf den Kopf stellt: Die Männer bemühen sich um familiäre Harmonie, Rita zerschlägt links und rechts Porzelan.
Gut gemacht, gut gespielt, aber zwei Stunden mit Rita sind mehr als genug.

WERTUNG: 4

Nachtrag:

Nachdem ich nun meine Zeitungskritik zu dem Film verfasst und dazu ein paar Interviews mit der Regisseurin gelesen habe, will ich den Film ein bischen aufwerten: Er ist zwar keine schöne Erfahrung – aber das Ziel, das sich die Filmemacherin gesetzt hat – nämlich eine ‘andere’ Art von Mutter zu zeigen, ohne zu emotionalisieren oder moralisch zu werten – wurde eindeutig erreicht.

Kann also gut sein, dass das Misstrauen zwischen Film und mir in diesem Fall an meiner hollywood-erwartungshaltung lag, nette Geschichten über sympathische Menschen erzählt zu bekommen. Insofern honoriere ich die Radikalität und den Wagemut (und die oben schon gelobte gute Machart) mit einer radikal, wagemutigen Änderung zur

WERTUNG: 2

Kino: Der 22. Mai

Ich gestehe: Ich finde „Star Wars“ nur so lala.

Und auch von „Star Trek“ mag ich nur die Teile, die „Raumschiff Enterprise“ heissen.

Ich fand „E.T.“ schon immer hässlich und fast alles von Spielberg (inklusive „Schindlers Liste“) ziemlich langweilig.

Bis auf eins.

Da bin ich Fanboy.

Da erfülle ich meine Nerd-Pflicht!

Und erwarte nun den 22. Mai mit einer Mischung aus Vorfreude und Grauen.

Denn da kommt er:

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Viel ist noch nicht bekannt über „Indiana Jones & the Kingdom of the Crystal Skull“. Nur dass Indy jetzt statt böser Nazis böse Ruskis bekämpft und dass man dem Helden – anders als etwa bei James Bond – freundlicherweise erlaubt hat zu altern. Er sieht jetzt ein bischen aus wie mein Vater. Was nicht nur Harrison Ford (nach vielen, vielen Drecksrollen) mal wieder eine Chance zum glänzen gibt, sondern woraus man, wenn richtig eingesetzt, viel Kapital schlagen kann: Wie geht der archetypische Held mit dem altern um?

Doch fast noch größer als die Chancen solch einer Produktion sind ihre Gefahren.

Ich kann mich noch düster an einem Film von 1999 erinnern – irgendwas mit einem Phantom oder einer düsteren Episode oder so… Im Kreise verkleideter Menschen erwarteten wir die Wiederbelebung einer Legende. Eine Art heiliges Gefühl – das genau die Titelmusik und den gelben Leuchtschriftvorspann überlebte… danach kamen irgendwelche labernden Typen, die auf animierte Roboter schossen und später dieses Kind, das glaub ich seit Sixt Senf in allen amerikanischen Filmen mitgespielt hat (oder war es nur seine Frisur?).

Natürlich, bei Indy würde es sich schon rentieren ins Kino zu gehen, nur um die geniale Titelmusik mal wieder in perfektem Sound zu hören. Aber es wäre schon schön, wenn der Film danach ausnahmsweise auch etwas taugen würde.

Ich werde jedenfalls die Augen nach dem ersten offiziellen Trailer offenhalten.
Bis dahin gibt es auf youtube wie üblich ein paar ganz nette Fanproduktionen, die gar nicht schlecht gemacht sind.

Be seeing you, Nr. 4.

Juhu, endlich Wahlkampf!

Es ist mal wieder soweit: Am 3. März entscheidet die Stadt über ihren künftigen Rat für die nächsten sechs Jahre.

Die rührigen Kollegen von der NZ begleiten das Großereignis mit einem eigenen Wahlkampfblog, der die Webseiten der Kandidaten unter die Lupe nimmt.

Dabei kommt Titelverteidiger Uli Maly nicht gut weg: Bei seiner Seite bemängeln die Kritiker die nervige Musik und das fehlen von Videos. Flashiger ist da schon Konkurrent Klemens Gsell an dem die NZ besonders die polyglotte Begrüßung lobt.

Das wahre Kleinod der Sammlung entdeckten die Kollegen aber bei einer Kandidatin der CSU, die auf Listenplatz 45 zwar wenig Chancen auf einen Sitz im Rat hat, aber dafür eine der furchtlosesten Internetpräsenzen aller Zeiten: Ein Besuch bei „Gerlinde2008″ sei also auch von meiner Stelle aus allen Wechselwählern ans Herz gelegt.

Meine eigenen brillianten Gedanken und Ideen zur Stadtratswahl gibt’s dann demächst wieder hier auf Rhapso.de. Schlicht und schön.

Kino: Das klingt nach einem Lied – „Märzmelodie“

„Märzmelodie“ von Martin Walz (2008)

3 Paare in Berlin reden über ihre Beziehungen.
Ab und zu singen sie 10-sekündige Playback-Häppchen.
Gut gespielt, aber mehr ein Appetithappen für echte Musicals.

WERTUNG: 3

Zur Zeitungskritik

A star is born…

Haha, weil wir grad bei Tieren sind! Ich hab mir grad mal das erste Video von unserem weltberühmten Eisbärenmädchen hier in Nürnberg angeschaut:
Die pfurzt ja pausenlos! Haha!
Und – sie hat einen Plüscheisbären als Spielzeug!
Auch die fränkische Rabiatheit der Fütterdame ist sehr amüsant: „Ja Kaschber, basst scho, hast scho recht.“

Nürnberg ist halt doch nicht Berlin.
Und das ist auch gut so.

Kino: Maulkorb für Erzähler: SEA MONSTERS 3D

Es lässt sich doch zu nichts im Kino besser schlafen als zu Unterwsasserfilmen: Das „Booohhhuuaaahhd“, „The AbyzzzZZZZZ“ oder auch nur die blöden Karibikpiraten: Nach spätestens 45 Minuten mit Wellen und Geplätscher bin ich sicher eingeratzt.

Darum ist „See Monster 3D“ gleich nur 40 Minuten lang – und man höre und staune: Es hat einen Soundtrack von David Rhodes, Richard Evans & Peter Gabriel! Der klingt als hätten die drei Herren einige durchaus lustige Nachmittage im Archiv verbracht, die schmackigsten Sounds aus dem Real-World Katalog zusammengetragen und wild kollagiert. Sehr schön!

Umso ärgerlicher der typische IMAX-DOKU-FEHLER:
Ein Erzähler der PAUSENLOS PLAPPERT!

Ich sehe einen Fisch. Der Erzähler sagt wie der Fisch auf lateinisch heist. Das kann ich mir nicht merken. Der Erzähler sagt: „Jetzt wird der Fisch gefressen“. Ich sehe wie der Fisch gefressen wird. Der Erzähler sagt, wie der neue Fisch auf lateinisch heisst, der den ersten Fisch gefressen hat, dessen lateinischen Namen ich jetzt schon vergessen hab. Der Erzähler sagt: „Aber auch dieser Fisch wird gefressen“ Ich sehe wie der zweite Fisch gefressen wird. Der Erzähler sagt „…und zwar von einem…“ Und so weiter.

Wie soll man da schlafen??

Sorry, auch wenn die digitalen Fische mit den vergessenen, lateinischen Namen noch so eisbärig lieb gucken:

WERTUNG: 4

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