Kino: „Projekt Gold“

„Projekt Gold – Eine deutsche Handball-WM“ von Winfried Oelsner, 2007

O.k., von Handball versteh ich gar nix, aber von Film scho. Dieser hier ist eigentlich das gleiche wie Wortmanns WM-Film, nur besser. Die Leute werden eindeutig identifiziert, sind sympathisch und die Spiele sind, dank der Originalkommentare und des guten Schnitts (und der höheren Dynamik der Sportart selbst) sehr spannend auch für Nicht-Fans.

Ähnlich wie beim Fußball-Film hätte man sich auch hier etwas mehr Blick über den Tellerrand der Manschaftsräume hinaus gewünscht auf das soziale Phänomen, aber das war wohl auch hier nicht Ziel. So kriegen der walrossähnliche Trainer und seine Jungs die

WERTUNG 2

Zeitungskritk

DVD: „Angel Heart“

„Angel Heart“ von Alan Parker, 1987

Puh, das ist mal ein Voodoo-Film! Obwohl ich schon sehr müde bin und das Ende schon kenne gruselt es mich doch wieder in einigen Szenen. Die Geschichte über einen Detektiv der 1955 in Louisianna einen seit 12 Jahren verschwundenen Sänger sucht hat zwar beim Wiedersehen etwas Leerlauf, aber auch eine richtig dichte, unheimliche Stimmung und einige fantastisch-unheimliche Szenen. (De Niro mit dem Ei oder immer wenn’s abgefahren und blutig wird.)

Das kommt schon sehr nah hin, wie ich mir meine Voodoo-Insel vorstell – wahrscheinlich weil der Film damals (zusammen mit Live & Let Die) mein Bild von Voodoo-Kram überhaupt geprägt hat: You’re gonna burn for this, Angel!

WERTUNG: 1

Kino: „Die Simpsons“

The Simpsons Movie„, David Silverman, 2007

Dah-dah-dah- da-daaa-rauf haben Simpsons-Fans lange gewartet. Dementsprechend sieht es im Kino aus: Selten ist es am Kritikertermin Donnerstags Früh so voll im Kino. Ganze Schulklassen scheinen komplett nach Springfield gezogen zu sein und machen die entsprechende Stimmung mit Geschrei und zwischenrufen.

Ich bin zwar kein Simpson-Experte, hab aber einen dabei:

simpson.jpg

Bei den Fans ist die Erwartungshaltung hoch. Ein Simpsons-Film muss nach 20 Jahren nicht nur gut sein, sondern super. Und es gelingt tatsächlich! Die Gagdichte und Qualität ist irre hoch, die Zeichnungen und die Story (Präsident Schwarzenegger lässt Springfield abschotten, weil es die Umwelt verseucht) passen auch. Supergeile Unterhaltung und eine hochverdiente

WERTUNG 1

Kino: „Death Proof“

„Death Proof“ von Quentin Tarantino (?), 2007

Und hier das upgrade der

TOP FIVE der

STINKLANGWEILIGEN FILME

von GROSSARTIGEN REGISSEUREN

Platz 5: Cohen Brothers – Fargo

Platz 4: Alan Parker – Evita

Platz 3: Washowski Bros. – Matrix 2 & 3

Platz 2: P.T.Anderson – Punch Drunk Love

Platz 1: Q. Tarantino – Deathproof

Gut, dass ich den nicht Montag Nacht angeschaut hab, ich wär eingepennt bei dem Endlos-Gegacker.

WERTUNG: 5

P.S.: Vielleicht ist es aber auch einfach ein „Frauenfilm“.

 

Kino: „HP & der ordentliche Feuervogel“

„Harry Potter and the order of the phoenix“

So, dann hat also doch der Zauberer das Rennen gemacht, einfach weil er eine Stunde früher anfing als Tarantinos Autodingens. Keine schlechte Wahl. Auch der 5. HP bietet wieder sauberst produzierte Breitwand-Action, bei der die Effekte ausnahmsweise mal ganz im Dienst der Story stehen. Seltsam nur dass unser Lieblingskino eine analoge Kopie zeigt, obwohl digital angepriesen wurde. Schade.

Für jemanden wie mich, der mit Potter immer nur dann zu tun hat, wenn er ins Kino kommt, ist die Handlung diesmal ebenso verständlich wie stringent- die letzten Folgen hatten ja doch immer was von einer Nummernrevue. Die Figuren und das Setting wirken erwachsener und die rosa Zauberfrau ist eine der übelsten (=besten) Gegnerinnen der Serie. Dem bisherigen Einzelgänger Harry nicht nur eine dunkle Seite (Huhu, Star Wars!) sondern auch eine Armee (Huhu, X-Men!) zu gönnen ist auch nicht schlecht und versöhnt mit dem etwas albernen Endkampf (Alte Männer die Feuer aus den Fingern schiessen, naja…)

Viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen, zusammen mit No.3 ist das hier bisher mein Lieblings-Potter. Cool auch, dass die Besetzung weiterhin gleich bleibt. Müsste toll sein, da als Kind mitzuwachsen, macht aber auch so Spaß. Freu mich jetzt schon drauf in ca. 3 Jahren das ganze Ding mal am Stück zu sehen.

Für gute Unterhaltung mit einer Portion Satire gibts mal die großzügige

WERTUNG: 1

P.S.: Müsste HP jetzt nicht irgendwann anfangen Drucker zu bauen? Dafür ist er doch bekannt?! Oder kommt das nur in den Büchern vor?

Einen Traum schreiben (Zurück auf der Voodoo-Insel)

(Minor Spoilers ahead).

Nachdem die CR-Live-Auftritte erfolgreich hinter uns liegen wird es nun Zeit die vielen, vielen Puzzleteile der Voodoo-Insel wieder etwas durcheinanderzuwirbeln. Und obwohl noch viele große Lücken klaffen, weiss ich jetzt einiges, was vorher unklar war: Wann das ganze spielt (195x) , für wen Rul erzählt (sein Tier) und was das für ein Tier ist (ein Schaf).

((Ich weis, R. hätte gern ein cooleres Tier – ein Tiger!- , aber Schaf gefällt mir besser, es assoziiert schöner *g*.))

Jedenfalls ist die Geschichte momentan in der schwierigsten Phase – zu weit entwickelt um sie radikal umwerfen zu können (ohne von vorne zu beginnen, bäh) aber auch noch nicht weit genug, dass man einfach nur noch Mini-Steinchen austauschen muss, damit das Gebäude nicht mehr wackelt. Diesen Moment kenn ich aus fast jeder CR-Produktion. Es gilt, die dramaturgische Lösung zu finden, die so klingt, als wäre sie die einzig mögliche (haha), die so einfach und schön ist als hätte man sie geträumt.

Dazu braucht es vor allem eins: Geduld. Warten, aufnehmen, einbauen, bis die Geschichte sich selbst schreibt. Das Ohne-Schlüssel-Tor von Ende. Dass sie momentan wie ein zuu großer Brocken wirkt, liegt vielleicht wieder an der Ballung der Experimente und daran, dass ich 195x weit außerhalb meines üblichen Nerd-Bezugsrahmens arbeiten muss. Denn: Was weis ich schon über die 50er? Die Welt entstand doch erst in den 70ern!

Naja, für heute solls mal gut sein. Statt über Inseldramaturgie denk ich jetzt lieber mal drüber nach, ob ich zur Nacht noch Harry Potter guck, oder mich in den neuen Tarantino wage. Ich hät schon Bock auf Meister Quentin, aber nachdem ich bisher nur mittelmäßige bis schlechte Besprechungen gelesen hab, glaub ich, dass das eher wieder ne Fingerübung wird (wie Four Rooms oder From dusk till dawn). Naja, später mehr….

Kino: „Next“

„Next“ von Lee Tamahori 2007

Actionfilm nach Philipp K. Dick: Ein Hellseher besiegt Terroristen im Trial & Error Verfahren. Ziemlich öde. Hier die Zeitungskritk. Ersetzt darin bitte gedanklich „David-Carradine-Frisur“ durch „Hugo-Egon-Balder-Frisur“ dann ist es lustiger.

Wertung: 4

Next, please!

P.S.: Mein Vorschlag für die Unterzeile bei diesem Screenshot war:
„Warte, Liebling. Ich guck mal kurz in die Zukunft – - Ja, du bist schwanger!“.
Unsere Lieblingszeitung machte daraus:
„Hellseher Cris (Nicolas Cage) mit Darling Liz (Jessica Biel).“
Warum?

Willy Blau in Chemnitz

Ned schlecht: Zum ersten mal wagen wir uns mit „Cassandras’ Run“ ausserhalb des fränkischen Mundart-Bereichs und treten in Chemnitz auf: In einem Pavillon auf einer Halbinsel im See. Eingeladen wurden wir von „Radio T“, einem richtig feinen Radiosender mit dem gemütlichsten Wohnzimmerstudio der Welt, netten Leuten und einem geilen T-Shirt: „Radio T – Ich rede nicht mit NRJ-Hörern“. Wahnsinn. Warum trauen wir uns sowas nicht?

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Apropos Hemdchen: Auch die CassRun T-Shirts sind endlich da und sehen sehr kleidsam aus. Vor allem die Girlies ;-) . Grad in Sachsen, wo ja zumindest laut Danilo „die schönen Frauen auf den Bäumen wachsen“. Kann sogar stimmen.

Und „Willy Blau“ wird auch immer besser, da wir kontinuierlich daran arbeiten. Würden wir jetzt weiter jedes Wochenende spielen hätten wir am Ende des Jahres wohl ein wirklich perfektes Stück. Aber wer will das schon?

Jetzt ist erst mal Pause bis zum 1. November in Oberhausen

Kino: „Black Snake Moan“

Black Snake Moan“ von Craig Brewer

Sehr seltsames Südstaatendrama mit einem überragendem Sam Jackson und einer überwiegend nackten Christina Ricci. Exploitation? Pulp? Oder einfach nur die große amerikanische Selbstvertrauensgeschichte als Punk-Blues? Who knows. Aber stilsicher und kräftig inszeniert. Ausführlicheres in der Zeitungskritik
Da stehen diesmal zwei. Meine ist die coolere. (Ich finds ausserdem etwas bizarr, dass der NZ-Kollege dem Film einen „dämlichen, männlichen Blick“ unterstellt. => Kamera: Amy Vincent.)

WERTUNG 2

Zurück in die Zukunft: Cassandra’s Run-Live Reloaded!

Wer hätte das gedacht: Nach genau einem Jahr (!) Pause stehen nun in den nächsten Wochen gleich zwei Aufführungen unserer CASSANDRA’S RUN Live Show „Willy Blau“ ins Haus. Dafür gibt’s nicht nur ein wunderschönes neues Banner, sondern auch ein Stück, dass von Jörg und Stef noch mal kräftig aufgebohrt und verbessert wurde.

Unter anderem nehmen wir einen Großteil der Einspielungen neu auf – darunter eine Szene wo Leute durch die Nacht rennen und „Feuer! Angriff!“ schreien, was in einem Wohngebiet immer sehr lustig ist.

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Insgesammt macht es sehr viel Spaß, nach dem Eremitendasein auf der Voodoo-Insel und dem trauten rumschippern mit den „Short-Shit“-Klippern wieder auf dem alten Schlachtschiff CassRun anzuheuern und sich mit den anderen Kapitänen über den Kurs zu streiten.

Es wird spannend: Schließlich ist am Samstag unsere Open-Air Premiere. Aber ans uns liegt’s nicht, wenn der Kahn leck schlägt. Norcon muss sich warm anziehen, denn Hör-Q-nsT ist zurück in der Zukunft. Also kommt und schaut es euch an!