Voodoo-Diary (2) – K’Skehram Vakouhl

Ich glaube ich werde meine Voodoo-Insel umbennen müssen. Erstens weil es ja ein echtes Quadalcuenal gibt und zweitens, weil das Wort nicht mehr zu der Eingeborenensprache passt, die so langsam entschlüpft und mehr lovecraftig klingt. Wichtig ist eine gewisse Unauspsprechlichkeit. Damit mal jemand sagen muss: „Kennst du das Hörspiel „N’Fhdijeraan Ihb“?“

Ansonsten ein bischen werkeln an Charakteren, Story (wer macht welches Ritual, wer muss dran glauben) und Style (wie wäre es mit zwei Erzählern? Nach CassRun bin ich süchtig nach Erzählern!).

Witzig: Im Netz geht das Gerücht, dass Harry Rowohlt schon zugesagt hat. Hehe. Dabei wurde er noch gar nicht gefragt. Erst mal das Skript. Dann: Daumen drücken!!

DVD: „Donnie Darko“

„Donnie Darko“ von Richard Kelly

Menschen im Hasenkostüm, abstürzende Flugzeugteile, Omas mit Faible für Zeitreisen…

Nachdem ich schon viel gutes über diesen seltsamen Film gehört habe heut mal „Donnie Darko“ zur Nacht. Im Nicht-Directors-Cut, weil der erstens angeblich besser sein soll und zweitens nur 4.99 gekostet hat. Tja, tatsächlich. Seltsam trifft’s. Ich kapier gar nix, selbst als ich den Audiokommentar gehört hab check ichs nicht wirklich. Aber: Ich langweil mich keine Minute und weis nie, was als nächstes passiert. Im Zusammenspiel mit den guten Darstellern (Die Mutter! Die Lehrerin! Maggie G.!) gibt’s dafür doch glatt die

Wertung: 1

Film: „Die Hochstapler“

„Die Hochstapler“ von Alexander Adolph

Der eine verkauft Touristenflüge zum Mond, der andere gibt sich als amerikanischer General aus, der dritte verscherbelt Häuser, die er nur gemietet hat: Vier (geschnappte) Hochstapler erzählen in dieser Doku von ihren Tricks – und von den Folgen: „Ein guter Betrüger muss gut lügen, so gut, dass er seine Lügen selbst glaubt“ und „Hochstapler sind einsam, weil sie wissen, wie leicht man übers Ohr gehauen wird.“

Filmisch passiert nicht viel – die vier erzählen halt – aber das meiste ist doch sehr interessant. Dr. med. Rhapso vergibt deshalb folgende

Wertung: 2

Reif für die Insel: Voodoo-Diary (1)

Heute wieder Casting für das Voodoo-Hörspiel. Wie immer bei hör-q-nst kommen nur die besten in die engere Auswahl. Sobald klar ist, wer die Hauptrolle spricht soll es im Mai ans Schreiben gehen. Bis dahin alles mögliche zum Thema lesen und sammeln: R. zeigt mir ihre Voodoo-Puppe, ein Industrieprodukt aus dem Kaufhaus. Sie hat Punkte aufgemalt, wo man reinpieksen muss, damit etwas passiert. Diese hat kleine Löchlein bei „Erfolg“ und „Schlank sein“. Wenn man die Nadeln reinhaut passiert angeblich nix – - aber wenn man sie wieder rauszieht! Dann kehrt sich nämlich der Wunsch um! Seitdem liegt die Puppe unangerührt in der Schachtel.

Beschließe, dass meine Insel-Voodoo-Religion so mächtig und urtümlich ist, dass sie ohne Puppen und Nadeln auskommt.

Reif für die Insel?

In dieser Kategorie wird es in Zukunft alles wichtige über das neue Hörspiel-Projekt von Hör-q-nsT Nürnberg „Quadalcuenal – Inseln des Voodoo“ geben. Das Hörspiel soll

a) bis Dezember fertig sein

b) ganz anders werden als Cassandras’ Run

c) Harry Rowohlt als Gast-Sprecher haben!!

Ob es klappt? Das erfahrt ihr hier in den kommenden Monaten.

Film: „300″

„300″ von Zack Snyder

Von wegen 300!
Ein knappes dutzend charakterloser Bodybuilder verteidigt hier Amerika Sparta gegen die gepiercte Achsel des Bösen. Statt dem erwarteten Dauergeschnetzel gibts endloses Gelaber (auch vom sinnlosen Off-Erzähler, der immer sagt, was man eh grad sieht), dazwischen kurze, durch Zeitlupe sehr undynamische Kampfszenen. Immerhin: der Abspann ist nett. Ne Manowar-CD oder eine Runde „God of War“ bringen da mehr Krieger-Feeling.

Wertung: 5

P. S.: Als ich das Logo das erste mal sah, dachte ich der Film heist „Zoo“.

P.P.S.: Hier die Kurzversion des Films – lustig

Film: „Slumming“

„Slumming“ von Michael Glawogger

Was passiert: „Slumming“ ist das Hobby von Alex und Sebastian (August Diehl und Michael Ostrowski) – zwei gelangweilte, reiche Jungs, die sich einen Spaß daraus machen in „Unterschicht-Kneipen“ mit Geld um sich zu werfen und Gott zu spielen. Als sie einen betrunkenen Penner am Hauptbahnhof finden, verfrachten sie ihn im Kofferraum über die Grenze nach Tschechien, wo er am nächsten Tag aufwacht und ohne Pass und $$$ zurechtkommen muss. Eine Liebesgeschichte gibt es auch noch, weil Sebastian sich in eine vielredende Lehrerin verguckt.

Was es taugt: In einzelnen Szenen ist „Slumming“ sehr witzig, schmeckt im ganzen aber doch etwas nach Kunsthochschule: Immer etwas grob und überdeutlich. Auch das Finale in Indonesien (!) scheint eher bizarren Förderungsgeldregelungen geschuldet, als der dramaturgischen Notwendigkeit.

Wertung: 3

Let’s go!

Soderle, Block eingerichtet. Ein bissl rumgespielt mit den Themes.

Was wird es hier in Zukunft geben? Mini-Reviews zu allen Filmen, die ich mir angucke, Neuigkeiten über die Hörspiel-Projekte von hör-q-nst (Cassandras’ Run, Quadalquenal) und was sonst noch so anfällt.

Viel Spaz!