29 Januar, 2010 um 10:04 am (Film)
Zugegeben: Nach dem Trailer dachte ich eigentlich, dass ich “Wolkig…” gar nicht mehr gucken muss, weil die Vorschau ja schon die ganze Geschichte des Erfinders Flint Lockwood und seiner Essensmaschine erzählt!
Aber als ich dann für die Zeitungskritik doch noch rein bin war ich sehr positiv überrascht: Der Film ist ein Dauerfeuerwerk an guten visuellen und sprachlichen Gags (hier kamen endlich mal wieder ‘echte’ Sprecher zum Einsatz, nicht Comedy-Stars mit großem Namen). Dynamisch, witzig, geil designt und mit ein paar netten Umkehrungen von Klischees – so verwandelt sich hier nicht die stille Brillenschlange mit Zopf in ein weltgewandtes Blondinchen, sondern umgekehrt.
Fazit: Lecker für jedes Alter!
WERTUNG: 1
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18 Januar, 2010 um 1:02 pm (Film)
Puh, das neue Jahr fängt ganz schön heftig an. Neben Besuchen im Flic Flac (Privat. Toll!!) und in der Dinosauriershow (Für die Zeitung. Auch toll!!) gabs auch ein paar Filme. Hier die Schnellübersicht:
Küss den Frosch
Schon witzig: Vor etwa zehn Jahren war jeder total gelangweilt von den immergleichen, formelhaften Disney-Filmen mit Gesang, lustigen Sidekicks, etwas Grusel und Familienfreundlichem Happy End. Und nun waren sie so lange weg, dass man sich richtig freut, dass sie mit “Küss den Frosch” genauso wieder da sind! Und diesmal sogar mit Bill Ramsey. Let’s sing again!
WERTUNG: 2
Ché – Revolucion
Auf DVD gesehen und furchtbar gelangweilt. 2 Stunden lang stapfen Typen in Tarnanzügen, die alle gleich aussehen durch den Dschungel, meist in der Totale, wie in einem besonders öden Kriegsfilm. Über Ches Ansichten erfährt man nur in einer kurzen Paralellhandlung in New York was. Der Schluss kommt sehr abrupt. Macht keine große Lust auf den zweiten Teil.
WERTUNG: 4
The Visitor – Ein Sommer in New York
Netter Film über die Versöhnung der Kulturen, der durch einen großartigen Hauptdarsteller vor der übertriebenen Gutgemeintheit bewahrt wird. Zeitungskritik hier.
WERTUNG: 2
Das Kabinett des Dr. Parnassus
Meine Fresse! Der Gilliam kann’s noch immer! Parnassus wirkt als würde jemand dem Zuschauer ein Füllhorn an (vornehmlich visuellen) Ideen über den Kopf schütten und die Geschichte ist auch nicht so mies wie alle sagen. Erinnert sehr an die ‘alten’ Gilliam und Phyton-Sachen und wirkt in vielem wie eine verbesserte Version von Münchhausen (Münchhausen 2.0, harhar). Wer zu vergessen droht, dass Kino in erster Linie ein Ort der Träume ist, der sollte den Dr. Parnassus besuchen.
WERTUNG: 1
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18 Dezember, 2009 um 4:14 pm (Film)
Demnächst im Weltraum: Auf dem fernen Planeten “Pandora” gibt es ein Supermineral, das die Menschen unbedingt haben wollen. Da aber auf dem größten Vorkommen die Eingeborenen hocken schicken die weissen Männer Lt. Dunbar (Sam Worthington) hin um herauszubekommen, mit was man die am besten verscheuchen kann. Doch der freundet sich mit den Indianern an, wird in den Stamm aufgenommen und führt die Blauhäute schließlich sogar in den Krieg gegen die Kavallarie. Am Ende stirbt Dunbar but his heart will go on!
Yuhu! Cameron ist wieder aufgetaucht! Und macht wieder SF! Das allein ist natürlich ein Grund zur Freude. Und auf der 3-D Leinwand sieht das Epos auch weit weniger Computerspielzwischensequenz-mäßig aus als in den Trailern.
Trotzdem fand ich es nach der schönen ersten Stunde – in der Dunbar auf den Planeten kommt, viele coole Raumschiffe und Roboter zu sehen sind und brav geteased wird, wie saugefährlich hier alles ist – etwas öde. Die Minimal-Story ist bis zum letzten Punkt vorhersehbar, die Paintbrush-Optik entspricht in ihrem 80er Jahre-Stil dem schlichten “Böse Kapitalisten vs. gute Ökos”-Ansatz der Geschichte. Als ob es so einfach wäre! Trotzdem natürlich besser, als ein weiterer Militärverherrlichungsfilm ala Transformers. Und unter Wasser ist es auch nicht!
Unterm Strich bleibt – wie wir Franken sagen – ein Nixla in am Büchsla – dass mit moderner Tricktechnik gigantisch aufgeblasen wurde. Macht Spaß anzusehen, muss ich aber kein zweites mal gucken.
WERTUNG: 3
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3 Dezember, 2009 um 8:36 pm (Film)
In Kairo ist alles voller Spione! Und die meisten davon tarnen sich als Tierhändler. Eines Tages verschwindet der französische Mann (getarnt als Hünerhändler) spurlos. Der Geheimdienst wittert Mord und schickt Super-Agent OSS 117 (Jean Dujardin) nach Ägypten.
Dort bekommt er es mit geheimnisvollen Prinzessinen, radikalen Muslimen, bösen Altnazis und jeder Menge als Tierhändler getarnten Spionen zu tun. Pech nur, dass OSS 117 zwar fast aussieht wie Bond, aber leider strunzdoof und eingebildet ist.
Braucht es denn noch eine “Bond”-Parodie könnte man fragen. Doch OSS 117 (nacheiner Romanreihe die älter ist als Flemmings Martinitrinker) ist auf jeden Fall einen Blick wert, auch wenn er hierzulande nur auf DVD erschienen ist (von einem kurzen Kinobesuch auf dem Fantasy-Filmfest abgesehen).
Der Humor ist nömlich kein “Austin Powers” Dauer-Pointen-Feuerwerk, sondern eher ein leises, aber durchgehendes Schmunzeln, eine herrliche Absurdität, die von Oliver Kalkofe mit viel Liebe ins Deutsche übersetzt wurde.
Jean Dujardin sieht (bis auf die Nase) wirklich sehr wie Sean Connery aus und auch sonst sind Look und Stil fantastisch nachempfunden: Erdige Farben, wacklige Rückprojektionen und natürlich der furiose Soundtrack machen OSS zu einem herrlichen Retro-Erlebnis – man könnte wirklich meinen einen Film aus den frühen 60ern zu sehen, wären da nicht die Gags auf Kosten des Helden.
Ansehen! Spaß haben!
WERTUNG: 2
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27 November, 2009 um 7:30 pm (Film)
Dem lustigen Mr. G hab ich es zu verdanken, dass ich gestern EURE MÜTTER (ja genau) kennenlernen durfte.
Die lustige drei-Mann-Truppe kommt aus Stuttgart und macht sowas wie Musik-Comedy, also lustige Songs, aber auch so Kabarett-Theater. Das aktuelle Programm heißt “Schieb Du Sau! (Extra)” und zeigt auf dem Poster ein kleines Mädchen, dass ihre Mutter im Kinderwagen vor sich her schiebt.
Das Extra bezieht sich darauf, dass die drei hier Elemente des “Schieb”-Programmes (ihres ersten) mit Stücken aus ihrem zweiten verbinden (“Aber da wir noch nie in Nürnberg waren ist das eh wurscht! Ihr kennt’s ja doch nicht!”) Von wegen – es sind einige Fans da, die fleissig mitsingen und ebenso ausdauernd wie erfolglos den Hit “Der Typ, der bei der GEMA die Titel eintippt” einfordern.
Aber auch für Mütter-Neulinge wie mich gibts an dem Abend viel zu lachen: Sei es der Auftritt als Boygroup mit Handycaps, als Frauen in der Toiletten-Warteschlange, als Rapper (“Zauberwürfel! Zauberwürfel!” – “Nee, das klingt nach nix. Versuch ein anderes Spielzeug!” – “Yo! Yo!”) oder das spektakuläre Finale mit dem Synchron-Haarewaschen.
Nur zu dumm, dass weder G noch mir ein lustiger Vergleich zwischen Tina Turner und einem Aquarium einfällt, sonst hätten wir beim Rätselspiel in der Pause noch eine Mütter DVD gewinnen können. Sonst aber ein ganz feiner Abend.
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27 November, 2009 um 4:42 pm (Film)
“Komisch, hier sind ja auch Männer im Kino”, wundern sich die beiden Frauen, die sich ein paar Plätze weiter niederlassen. Hey! Ich mochte den ersten Teil! Zwei Stunden später kann ich sie etwas besser verstehen.
Klar, nach “Durst” wirkt wohl fast jeder andere Vampirfilm latent unterkomplex, aber tatsächlich ist dieser Film noch mädchen-affiner als der erste Teil. Die Grusel-Elemente – aber auch die erdigen Nebenfiguren und die ironische Distanz des ersten Teils – sind zugunsten einer ausführlichen Schilderung von Bellas Herzschmerz zurückgenommen.
Und natürlich ihrer Mini-Affäre mit Jacob vom Stamm der Muckibuden-Indianer, dessen Oberkörper sein größtes schauspielerisches Kapital ist. Naja. Nett anzusehen, edel produziert und in angenehm geruhsamen Tempo ist das ganze immer noch, auch wenn die Inszenierung nicht an die flüssige Eleganz des ersten Teils heranreicht – und manchmal den Zuschauer regelrecht für dumm verkauft:
So gibt es eigentlich eine ganz schöne Szene in der die Kamera um Bella kreist, die traurig auf dem Stuhl vor dem Fenster sitzt – und jedesmal wenn wir wieder hinter ihr sind ist draussen eine andere Jahreszeit! Wow! Ein Bild das eigentlich alles aussagt – aber dann noch mit einem Off-Kommentar (“Ich war so traurig”) und Einblendungen (!) “Oktober” zugekleistert wird.
Kurz: Für mich als Jungen gibt’s da einfach einen Tick zu viel Gerede, zu wenig Action, Grusel und Humor. Am besten gefallen mir diesmal der schräge Showdown in Italien und eine Szene im Kino, die für Hollywood-Verhältnisse erstaunlich selbstkritisch ist.
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23 November, 2009 um 11:44 am (Geheim, Geheimbund)
…und dann fing Google an, die gesammelten Daten zu verändern.
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9 November, 2009 um 2:07 pm (Film)
“Bakjwi” (Durst) von Chan-Wook Park ist nicht so einfach zusammenzufassen wie der letzte Film in diesem Blog. Kein Wunder, trug der Koreanische Regisseur die Idee zu diesem intelligenten Vampirfilm mindestens 10 Jahre mit sich herum.
I am a vampire, but that’s O.K. …
“Durst” handelt vom jungen koreanischen Mönch Sang-Hyeon, der sich freiwillig für ein medizinisches Experiment meldet: Um ein Serum gegen ein Bösartiges Virus zu finden werden in Afrika nämlich noch Versuchspersonen gesucht. Doch bisher sind alle Versuche fehlgeschlagen – unser Held ist der erste, der nach einer Infizierung wirkungsvolle Antikörper entwickelt. Mit einem kleinen Nachteil: Er hat fortan Appetit auf Menschenblut.
Um seine christliche Nächstenliebe trotz des Vampirdaseins nicht aufgeben zu müssen stillt sich Sang ausschließlich an Komapatienten und später an Selbstmördern, welche seine “Dienste” selbst als bizarre Hilfestellung empfinden. Das geht so lange gut, bis Sang sich verliebt – in ein verheiratetes Mädchen, das aber in seinem Haus wie eine Sklavin, oder eher wie ein Hund gehalten wird. Da geraten die Dinge ausser Kontrolle…
…oder auch nicht.
Wie gesagt, der Film ist schwer zu beschreiben: Er ist realistisch und Traumhaft zugleich, überraschend in den Charakterentwicklungen und dennoch glaubwürdig, Er nimmt sich viel Zeit seine Charaktere vorzustellen und seine Stimmung zwischen zu etablieren. Interessant ist dabei, wie die Sympathien des Zuschauers, die sich während der Exposition entwickeln, in der zweiten Hälfte auf die Probe gestellt werden, wenn die Figuren sich durch den Vampirismus zu verändern beginnen (oder auch nicht).
In der Art wie hier ein Idealist Unheil in die Welt bringt (oder auch nicht) erinnert er stellenweise an Lars von Trier, andere Passagen sind waschechtes Psychodrama, Kriminalstück oder Liebesgeschichte – und trotzdem fügt sich alles zu einem harmonischen ganzen. Dabei muss ich sagen, dass mir die sanften Teile besser gefallen haben als die blutigen: Wenn Story und Charaktere derart stimmig sind ziehen knackende Knochen imho etwas sehr die Aufmerksamkeit auf sich.
Trotzdem ein ganz feiner Film!
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5 November, 2009 um 10:05 pm (Film)
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20 Oktober, 2009 um 10:49 pm (Hörspiele)
Eine dunkle Stadt, ein Femme Fatale, ein hargesottener Detektiv …
“Novel City” ist – fast – ein klassiches Noir-Hörspiel in der Tradition von “Jonas”, wenn da nicht der kleine, aber feine Dreh wäre, dass der Held der Geschichte (großartig gesprochen von Alexander Nym) eigentlich total verpeilt ist: Ein Playboy, der von der Detektiverei gar keine Ahnung hat.
Allen Hörspielfans sei die sehr schöne und stimmungsvolle Produktion wärmstens ans Herz gelegt (und das natürlich nicht nur, weil ich selber in einer kleinen Rolle vorkomme
. Mit Hund.)
Den kostenlosen Download gibt es hier
Viel Spaß beim Hören!
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